Diese Seite verwendet Cookies. In unserer Datenschutzerklärung können Sie hierzu weitere Informationen erhalten. Indem Sie auf der Seite weitersurfen, stimmen Sie - jederzeit für die Zukunft widerruflich - dieser Datenverarbeitung durch den Seitenbetreiber und Dritte zu.
Ok Datenschutz
Menü
Logo

Florett As lebt nicht mehr

2017
21.12
Im Alter von 20 Jahren musste Florett As krankheitsbedingt eingeschläfert werden.

„Leider halfen am Ende alle pflegerischen und tierärztlichen Bemühungen nicht mehr. So schwer es uns gefallen ist, aber aus Respekt vor dem von uns sehr geschätzten Hengst und auf Anraten der Tierärzte haben wir ihn erlösen lassen“, erklärten die Besitzer Arlette Jasper-Kohl und Professor Edwin Kohl. Auf deren Gestüt Peterhof im saarländischen Perl-Borg war der von Günter Stegemann gezogene Westfale stationiert.

Der rappfarbene Sohn des Florestan startete seine Karriere 1999 auf dem Körplatz in Münster-Handorf. Im Jahr darauf absolvierte er an gleicher Stelle seine HLP: als Rittigkeitssieger und Gesamtdritter. Beim Bundeschampionat der dreijährigen Hengste gewann er Bronze. Anschließend wechselte er in die Niederlande und sorgte mit Erfolgen bis Klasse S sportlich für Furore. Ab 2007 wieder in Deutschland und im Besitz von Arlette Jasper-Kohl und Professor Edwin Kohl, schlossen sich Siege bis Weltcup-Küren und 2012 Silber bei den Saarländischen Meisterschaften an.

Aus der Schar seiner überwiegend in den Niederlanden geborenen Nachkommen ragen der Olympia-Teambronze-Gewinner und Einzel-Vierte, WM-Einzel-Fünfte, Weltcup-Zweite und US-Amerikanische Meister Verdades unter Laura Graves/USA heraus. Im Grand Prix-Viereck sind Verdi de la Fazenda und Wild Dancer erfolgreich. Equirelle W belegte Rang acht im Dressurpferde-WM-Finale der Siebenjährigen in Ermelo/NED. Drei Söhne des Florett As wurden gekört, darunter der in S-Springen erfolgreiche Floretts Boefke.

Der Vater Florestan I zählt zu den Top Ten der weltbesten Rittigkeitsvererber laut WBFSH-Ranking.

Die Mutter Unforgettable, eine Tochter des Reitpferde-Bundeschampions Urofino und selbst siegreich bis M-Springpferdeprüfungen, brachte gleich mehrere Sportnachkommen. In dritter und vierter Generation folgen Goldlack und Pilatus.
“Florett As war eine ganz faszinierende Hengstpersönlichkeit. Ein Charakterpferd – durch und durch. Und er gab einem, auch dank seiner Versammlungsmöglichkeiten und seiner Leistungsbereitschaft, ein unglaubliches Reitgefühl“, erinnert sich Arlette Jasper-Kohl, die Florett As in den letzten Jahren selbst geritten hat. “Wir trauern diesem außergewöhnlichen Hengst sehr nach.“