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Landgestüt Warendorf: Kristina Ankerhold neue Leiterin

2017
13.12
Nach fast zweijähriger Vakanz und kommissarischer Führung durch das zuständige Landwirtschafts- und Umweltministerium in Düsseldorf erhält das Nordrhein-Westfälische Landgestüt in Warendorf mit Kristina Ankerhold eine neue Leiterin. 

Am 12. Dezember stimmte der Hauptpersonalrat des Ministeriums der bereits im November gefällten Personalentscheidung zu. Wann genau die 41-jährige Juristin aus Nottuln, die zurzeit als Hauptsachgebietsleiterin in der nordrhein-westfälischen Finanzbehörde eine Abteilung der Steuerfahndung mit 30 Mitarbeitern leitet, ihr neues Amt in Warendorf antreten wird, ist allerdings noch nicht definitiv entschieden. Neben ihren Kompetenzen in Sachen Verwaltung und Mitarbeiterführung dürfte Ankerhold auch über reichliche Erfahrungen in den Themenbereichen Pferdezucht und Reitsport verfügen. Am Niedersächsischen Landgestüt in Celle absolvierte sie Ende der 90er Jahre eine Lehre als Pferdewirtin in den Fachrichtungen Reitern sowie Zucht und Haltung. Auf verschiedenen zum Teil aus Familienzucht stammenden Pferden erzielte Ankerhold in der Dressur Siege und Platzierungen bis zur schweren Klasse.

Die Neubesetzung der Leitungsstelle im Landgestüt war notwendig geworden, da ihre Amts-Vorgängerin zusammen mit dem ehemaligen Verwaltungschef sowie dem ersten Hauptberittmeister vom Ministerium Anfang März wegen des Verdachts der Vorteilsannahme fristlos entlassen worden waren. Zuvor waren alle drei nach einer Durchsuchungsaktion des Landeskriminalamtes NRW im Februar 2016 von ihren Posten suspendiert worden. Während die aus den fristlosen Kündigungen resultierenden Gerichtsverfahren vor dem Arbeitsgericht in Münster zum Teil noch anhängig sind, hat die Staatsanwaltschaft Münster Ende September Anklage gegen all drei Verdächtigen erhoben. In der Anklageschrift werden der ehemaligen Leiterin des Landgestüts und dem früheren ersten Hauptberittmeister jeweils vier Fälle der gemeinschaftlichen Vorteilsannahme, dem damaligen Verwaltungsleiter und stellvertretenden Gestütsleiter drei Taten der gemeinschaftlichen Vorteilsannahme sowie zwei Fälle der Untreue und dem früheren ersten Hauptberittmeister Betrug sowie Beihilfe zur Untreue vorgeworfen. Das zuständige Amtsgericht Warendorf hat der Anklage mittlerweile stattgegeben und den Beginn des Strafprozesses für den 22. Januar terminiert.