Diese Seite verwendet Cookies. In unserer Datenschutzerklärung können Sie hierzu weitere Informationen erhalten. Indem Sie auf der Seite weitersurfen, stimmen Sie - jederzeit für die Zukunft widerruflich - dieser Datenverarbeitung durch den Seitenbetreiber und Dritte zu.
Ok Datenschutz
Menü
Logo

Delegiertenversammlung in Verden

2019
11.04

Hitzige Debatte und ein unerwarteter Rücktritt

Die Delegierten des Hannoveraner Verbandes haben heute in Verden ihre mit größter Spannung erwartete Versammlung abgehalten. Dabei schaffte es das Forum bei aller Kontroverse und auch stellenweise hitziger Debatte doch in weiten Teilen ein Mindestmaß an gegenseitigem Respekt aufrecht erhalten zu können. Dies war im Vorfeld so nicht zwingend zu erwarten, hat aber die Chance für eine gemeinsame Neuausrichtung der Verbandsarbeit aller Delegierten und Mitglieder aufrechterhalten. Die größte Aufgabe, eine zerstörerisch wirkende Eskalation auf offener Bühne, die mutmaßlich nur Verlierer hinterlassen hätte, zu vermeiden wurde somit erfüllt. Wie notwendig eine baldige Neuausrichtung ist, zeigte sich schnell anhand einer hitzig geführten Debatte um den Bericht der Rechnungsprüfer, die eine Entlastung von Vorstand und Geschäftsführung nicht empfehlen mochten. Nicht nur der Umstand das die gerügten Praktiken bereits zum wiederholten Male bei einer Rechnungsprüfung kritisiert wurden ließen Handlungsbedarf erkennen. Auch die geschilderten Umstände der Rechnungsprüfung, ebenso wie die beobachtete Form der Kommunikation zwischen den Rechnungsprüfern - die von massivem Druck berichteten, dem Verbandsanwalt und dem Vorstand - die von einer sehr verspäteten Bekanntmachung des Rechnungsprüfungsberichtes sprachen, zeigten wie groß die Defizite im Bereich vertrauensvoller Zusammenarbeit aber auch klarer Definition von Aufgabenbereichen derzeit sind. Die Delegierten mochten dem Rat der Rechnungsprüfer nicht folgen und entlasteten den Vorstand, wenngleich die Entlastung mit 86 Ja- bei 67 Nein-Stimmen bei zwei Enthaltungen nicht wirklich als überragender Vertrauensbeweis gelten kann.

Zukunftsorientiert zeigte sich die Delegiertenversammlung in der Auseinandersetzung mit der vom Vorstand vorgestellten Strukturreform. Sehr schnell wurde deutlich, dass sich eine große Zahl der Delegierten den Überlegungen gegenüber aufgeschlossen zeigte, wie ein Meinungsbild per Handabstimmung verdeutlichte. Besonders kontrovers wurde hier allerdings die Trennung von Geschäftsführung und Zuchtleitung diskutiert, über die jedoch nicht abgestimmt werden konnte. Trotz massiver Bemühungen, einiger augenscheinlich recht gut präparierter Diskussionsteilnehmer, zeigte sich der Vorsitzende des Vorstandes, Herr Hans Henning von der Decken, standhaft und verteidigte den bereits hierzu ergangenen Beschluss des Vorstandes, der die zukünftige Trennung der beiden Funktionen feststellt. Diese Entscheidung liegt nach Satzung in der Zuständigkeit des Vorstandes.

Zum Ende der Versammlung folgte ein wahrer Abstimmungsmarathon zu diversen Anträgen die vor allem auch noch einmal die vielfältigen Konfliktlinien innerhalb des Verbandes deutlich werden ließen. Zu einem doch unerwarteten Moment kam es, als Vorstandsmitglied Theo Leuchten seinen Rücktritt aus dem geschäftsführenden Vorstand bekannt gab, kurz bevor es zu einer letzten Abstimmung über einen Antrag zu einer Abwahl des verbliebenen geschäftsführenden Vorstandes kam. In ihren Ämtern deutlich von den Delegierten bestätigt wurden Hans Henning von der Decken, ebenso wie Hartmut Wilking und Jörn Wedermann. Einen umfangreichen Bericht zur Versammlung lesen Sie in der Mai Ausgabe des ZÜCHTERFORUM.