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Einzelner Funke oder Flächenbrand?

2019
09.01

Mitglieder des Körbezirk Pinneberg entziehen dem Vorstand des Holsteiner Verbandes das Vertrauen

Anlässlich der ersten Körbezirksversammlung der Mitglieder des Holsteiner Verbandes im Bezirk Pinneberg, kam es zu einer denkwürdigen Abstimmung. Langsam kam die Debatte an diesem Abend in Fahrt, gestaltete sich dann in der Folge aber umso emotionaler. Dabei wurden schwerwiegende Vorwürfe aus der Mitgliederschaft an den Vorstand formuliert. Besonders im Hinblick auf die bekannt gewordenen Provisionsansprüche eines ehemaligen Vorstandsmitgliedes wurde auch der Vorwurf der Lüge an den Vorstand formuliert. Bezug genommen wurde dabei besonders auf eine Rundmail des Vorstandes vom 24.11. 2018, in der offiziell vom Vorstand mitgeteilt wurde, es seien keinerlei (Provisions-) Ansprüche gestellt worden. Dieser Sachverhalt ließ sich in der Folge bekanntermaßen so nicht aufrechterhalten. Generell wurde die Informationspolitik des Vorstandes und die Transparenz der Abläufe teilweise deutlich kritisiert, dabei erfolgte die Diskussion auch innerhalb der Mitglieder des Bezirkes stellenweise durchaus kontrovers. Mehrfach wurde auch der Wunsch nach einer außerordentlichen Mitgliederversammlung an den Vorstand herangetragen. Dabei verdeutlichten die Redner ihre Intention und Auffassung, dass es einer Erneuerung des Mandats des Vorstandes bedürfe, um den unvermeidlichen Neuanfang in der Verbandsarbeit stemmen zu können und den bereits entstandenen Image-Schaden für den Verband, zumindest zu begrenzen. Letztlich forderten mehrere Mitglieder eine Abstimmung innerhalb des Körbezirkes ein, um dem Vorstand das Misstrauen auszusprechen. Zunächst ließ sich eine eher zähe Bereitschaft beobachten, diesem Wunsch nachzukommen und es wurden die Verbandsstruktur und das implizierte Delegiertensystem hervorgehoben. Der Vorstandsvorsitzende des Holsteiner Verbandes, Herr Thies Beuck verwies auf die Besonderheiten des Körbezirkes Pinneberg, die bei ihm bereits im Vorfeld der Veranstaltung die Erwartung hätten entstehen lassen es würde ein schwieriger Abend. Auch bekundete er seine Sorge, Abstimmungen wie die geforderte, würden im Lande „viel kaputt gehen lassen“.  Da stellt sich dem Beobachter sicherlich die Frage, ob hier nicht Ursache und Wirkung verkehrt werden sollen. So wurde die dann folgende, geheime Abstimmung als Stimmungsbild und Rückmeldung der Körbezirksmitglieder an den derzeitigen Vorstand deklariert, ohne direkte satzungsbezogene Auswirkung. In einem Abstimmungsprozess der in seinem Ablauf als – gelinde gesagt – unstrukturiert bezeichnet werden muss, waren die Mitglieder aufgefordert ihr Votum abzugeben. Wer dann mit Interesse dem Ergebnis der Abstimmung entgegenfieberte, dem wurde zunächst einiges an Geduld abgefordert. Denn es folgten zunächst die Geschäftsberichte der drei Geschäftsführer für die Sparten Verband, Hengsthaltung und Vermarktung. Schlussendlich fand der Abend ein fast grotesk wirkendes Ende, als der Versammlungsleiter die Versammlung formell beendete, die Mitglieder mit guten Wünschen für den Heimweg versah und erst dann erklärte er sei noch das Abstimmungsergebnis schuldig. Knapp wurde verkündet 42 Nein-Stimmen (59,15%) hätten dem Vorstand ihr fehlendes Vertrauen bekundet während 29 Ja Stimmen (40,85%) ihr fortbestehendes Vertrauen aussprachen. Eine Möglichkeit dieses Ergebnis zu kommentieren, einen Handlungsauftrag an die Delegierten zu formulieren oder auch sonstige Handlungsableitungen zu formulieren, bestand für keinen der Teilnehmer mehr. Welche Auswirkungen der Abend entfalten kann, wird sicherlich auch vom Verlauf der noch folgenden Körbezirksversammlungen abhängen. Letztlich hinterließ der Abend noch etliche ungeklärte Fragen. Eine offizielle Pressemitteilung/Stellungnahme des Verbandes zu den Ereignissen lag bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung unserer Onlinemeldung nicht vor. Die Redaktion des Züchterforum wird das Thema weiter fortlaufend begleiten.                                  SB