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Stellungnahme, die Zweite...

2019
11.06

Landwirtschaftskammerpräsident a.D. äußert sich zu vermeintlichem Zitat in offenem Brief der Herren Schäfer und Dr. Wilkens

In einem offenen Brief hatten sich Manfred Schäfer und Dr. Jochen Wilkens zu der Personalentscheidung rund um den ehemaligen Geschäftsführer und Zuchtleiter Dr. Werner Schade geäußert. In einer Passage beriefen sich die Autoren auf den ehemaligen Präsidenten der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Herrn Friedrich Scholten aus Nordhorn. Dieser sieht sich daraufhin gezwungen mit einer Stellungnahme auf das vermeintliche Zitat zu reagieren:

Mit großer Verwunderung habe ich den offenen Brief der Herren Schäfer und Wilkens gelesen. Sie zitieren mich aus meinem Wortbeitrag anlässlich der Delegiertenversammlung   in Verden. Ohne vorher mit mir Kontakt aufgenommen zu haben, werde ich von den Herren gewissermaßen als Kronzeuge für IHRE Bewertung der Vorgängen im Verband in Anspruch genommen.

Dazu folgende Stellungnahme von mir:

Ich beobachte seit Monaten den Konflikt der Parteien im Verband. Offensichtlich hat es in den letzten Jahren zwei Parteien innerhalb des Vorstandes gegeben. Unter der Führung von Dr. Schade und Dr. Fischer wurden große Teile des gewählten Vorstandes von unerlässlichen Informationen für eine gedeihliche Vorstandsarbeit ausgeschlossen. Wer Vorstandsmitglieder unter dem Vorwand des Datenschutzes Akten und Infomationen vorenthält, handelt satzungswidrig und verstösst gegen geltendes Recht! Er hebelt dadurch auch das Primat des gewählten Ehrenamtes auf alle Entscheidungen des Zuchtverbandes aus.

Der jetzt veröffentlichte „Offene Brief“ der Herren Schäfer und Wilken macht die dahinterstehende „Seilschaft“ deutlich. Die jetzt vom Vorstand eingeleitete Strukturreform ist richtig und notwendig. Sie reicht aber nicht aus. Viel wichtiger ist eine objektive Untersuchung ob, und ggfs. durch wen, Satzungsrechte von Vorständen missachtet wurden. Auch die Frage des Rechtsbruches steht im Raum. Es ist für mich zweifelhaft, ob der neue Vorstand die Unabhängigkeit und die Kraft hat, die auf der Verbandstagung beschlossenen Untersuchungen einzuleiten und daraus die notwendigen Konsequenzen zu ziehen. Aber nur auf der Grundlage eines solchen Fundamentes wird der Verband wieder ein ernst zu nehmender Partner der Politik, der Verwaltung und der Öffentlichkeit werden. Sollte sich jedoch die Verschleierungstaktik der letzten Monate durchsetzen, wird der Zuchtverband irreparablen Schaden nehmen.

Friedrich Scholten, Nordhorn

Präsident a. D. der Landwirtschaftskammer Niedersachsen


Foto: (Bischoff) Seine Person polarisiert auch nach seiner Entlassung weiterhin über die Verbandsgrenzen hinaus: der ehemaliger Zuchtleiter und Geschäftsführer, Dr. Schade