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Jahrestagung der Hengsthalter in Warendorf:

2019
08.04

Versammlung für Beibehaltung der HLP-Mindestnoten

Der Verein Deutscher Hengsthalter e. V. (DHV) tagte Anfang April in Warendorf. 21 Hengsthalter aus allen Teilen Deutschlands, darunter die Landgestüte Celle, Redefin, Moritzburg und Neusdtadt (Dosse) sowie der Holsteiner Verband, trafen sich zur Jahresversammling in der Reiterzentrale der FN in Warendorf. Beherrschende Themen waren u. a. der Handel mit Tiefgefriersperma und die geplanten Neuerungen der Zuchtverbandsordnung, insbesondere die HLP betreffend. In Zeiten, wo aus einer herkömmlichen Portion Tiefgefriersperma gleich mehrere Fohlen entstehen können, ist die Verwendung nach Abgabe des Spermas oftmals schwer nachzuvollziehen. Die Erfahrungen der Hengsthalter mit dem Thema sind sehr unterschiedlich. Der Hengsthalterverein hat daher vor Ort eine Arbeitsgruppe gegründet, die sich mit der Ausarbeitung von einheitlichen TG-Richtlinien beschäftigt.Dieser Gruppe gehören Dr. Axel Brockmann (Ldg. Celle), Norbert Boley (Holsteiner Verband), Henrik Klatte, Christoph Bauer (GestütBonhomme) und Volker Hagemeister (Gestüt Gut Neuenhof) an. Das Thema HLP wurde vom FN-Geschäftsführer Zucht, Dr. Klaus Miesner, und Viktoria Laufkötter erörtert. Dabei kam heraus, dass die Springhengste in der Benotung deutlich besser abschneiden als die Dressurhengste. Dr. Miesner stellte nochmals klar, dass der Umweg über Tschechien ab 2019 tabu ist: „Die Tschechen-HLP ist Betrug am Züchter, mit unseren HLP-Maßstäben nicht vergleichbar!“ Und um die „Maßstäbe“ ging es auch in der Diskussion betreffend der geplanten ZVO-Neuerungen, hier insbesondere um die Abschaffung der HLP-Mindestgrenze (beim Sporttest und im 14 Tage.Test 7,5 und beim 50-Tage-Test 7,8). Dabei sprachen sich die Hengsthalter mit überwältigender Mehrheit (19:2) für die Beibehaltung der Mindestgrenzen aus. DHV-Vorsitzender Heinz Ahlers (Hatten) hat nun den Auftrag, die Interessen der Hengsthalter bei den FN-Tagungen am 6. Mai  in Hamburg zu vertreten. Er machte gegenüber Dr. Klaus Miersner deutlich, bei züchterischen Entscheidungen, die die Hengsthaltung betreffen, künftig mehr  Gehör haben zu wollen. „Es sind Dinge, die uns täglich betreffen. Da wären wir gerne mit mehreren Vertretern dabei!“ Ein Ergebnis der Sitzung ist auch, dass bei Anlieferung zu einer HLP nicht wie bisher ein neuer, zeitnah zum Anlieferungsdatum beprobter EVA-Test für jeden Kandidaten vorgelegt werden muss, sondern es als ausreichend anerkannt wird, wenn ein obligater EVA-Test präsentiert wird, der den Prüfungszeitraum abschirmt. Beim Tagesordnungspunkt Wahlen wurden unter der Wahlleitung von Claus Schridde alle bisherigen Amtsinhaber im Amt bestätigt. Für den auf eigenen Wunsch ausgeschiedenen Gerd Sosath wurde nunmehr Henrik Klatte in den Vorstand gewählt.          C.S.