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Champions aus Belgien, Westfalen und den Niederlanden

2021
26.09
Die WM der jungen Springpferde – Die Weltmeister sind gefunden
Querido VG Z (Zangersheide)
Querido VG Z (Zangersheide)

Finaltag bei den Weltmeisterschaften der jungen Springpferde im Gestüt Zangersheide: 55 Starterpaare hatten sich für die Entscheidung bei den Fünfjährigen qualifiziert und am Ende gingen 15 von Ihnen strafpunktfrei in dem höchst anspruchsvollen Parcours. Drei von ihnen waren auch im Stechen strafpunktfrei, und schließlich hatte Christian Ahlmann mit dem schwarzen Hengst Querido VG (v. Dominator Z-Chellano Z-Darco-Saygon) die Nase vorn. Eine Kombination, die gleich mehrere glücklich macht: Es war ein deutscher Reiter, auf einem Pferd, das in Belgien gezogen ist und dem gastgebenden Gestüt Zangerseide gehört. Ahlmann nach dem Sieg: „Querido hatte eine starke Decksaison hinter sich, hatte viel zu tun, und er hat das sehr gut weggesteckt! Erwar sehr konzentriert auf mich und auf den Parcours. Das gesamte Zangersheide-Team ist sehr glücklich über diesen Erfolg.“
Der Belgier Arnaud Gaublomme hatte mit dem aus familieneigener Zucht stammenden belgischen Wallach Quabriolet van het Bildeken (v. Anakin van’t Schuttershof-Burggraf) vorgelegt, musste sich letztlich aber mit Rang zwei begnügen. Der dritte strafpunktfreie Ritt gelang der niederländischen Amazone Nicole Eggens mit der KWPN-Stute Loharna P (v. Carrera VDL-Burggraf). Die Medaillenträger waren sich einig: „Es war hoch, aber auch fair!“
Der bekannte und auf der Station Völz in Bienenbüttel-Edendorf höchst begehrte belgische Hengst Diamant van Klapscheut (v. Diamant de Semilly-Cicero Z) war eine Nuance zu langsam. Nach einer spektakulären Runde mit Thea Jelcic (CRO) im Sattel verhinderte ein Zeitfehler den Einzug ins Stechen. Verteilt nach Herkunft ergibt sich folgendes Bild: Das Studbook Zangersheide stellte mit zwölf Finalisten den Löwenanteil, gefolgt von KWPN (8), BWP (6), Irish Sport Horse (5), Selle Francais (4), Hannover, Holstein, Dansk Varmblod und AES (je 3), Sella Italiano (2). Rheinland, Olenburg, Oldenburg-International und NRPS stellten je einen Finalisten.

Bei den Sechsjährigen waren die besten 40 Paare aus zwei Qualifikationen am Start. Auch hier hatte das Studbook Zangersheide zwölf Finalisten im Rennen, gefolgt von ISH und SF (je 6), BWP (5), Westfalen und KWPN (je 3), AES (2) und Schweiz, Hannover und Dansk Varmblod (je 1). Dabei gab es gegen die Übermacht aus Benelux einen westfälischen Doppelsieg: Philipp Weishaupt eröffnete mit dem gekörten braunen Westfalenhengst Coros (v. Cornet Obolensky-Arpeggio), der 2020 (damals noch mit Hendrik Dowe) im Bundeschampionat die Bronzemedaille holte und jüngst in Warendorf zum Vize-Bundeschampion erkoren wurde, die Konkurrenz und legt mit 33,77 eine Zeit vor, die von keinem der Kollegen mehr angefasst wurde. „In Warendorf war ich ein bisschen zu langsam für den Titel, ich wollte sichergehen, dass mir das dieses Mal nicht wieder passiert!“, sagte Weishaupt mit einem verschmitzten Lächeln im Anschluss vor der Presse. Aus den Plätzen 59 und fünf in den Qualifikationen wurde letztlich die sichere Finalteilahme. Coros  steht über die Station Beerbaum der Zucht zur Verfügung. Und weiter: „Wir haben ihn letztes Jahr schon immer beobachtet, aber es bestand keine Chance, den Hengst zu kaufen. Nun haben wir zumindest nn Anteil erwerben können. Ein tolles Pferd mit erstklassiger Perspektive, und als Zuchthengst ist er super interessant!“
Auch der Zweitplatzierte Crowny NW (v. Crown Z-Pontifex) trug den Westfalenbrand und lieferte mit Angelique Rüsen eine blitzsaubere Runde ab. Der dritte Rang ging dann nach Belgien an Virginie Thonon mit Parequita (v. Jamal van de Heffinck-Cumano). Im Umlauf hatten vier Pferde deutliche Probleme mit dem überbauten Wassergraben.

41 Pferde qualifizierten sich für das höchst anspruchsvolle Finale bei den Siebenjährigen. Dabei hatte Belgien mit zehn Kandidaten die Nase vorn, gefolgt von Zangersheide (8), KWPN (7), Selle Francais (5), AES  und Westfalen (je 2), Oldenburg, Slowenien, ISH und DSP (je 1). Es war hoch, es war schwer, und die Zeit war knapp: Ganze vier Reiter-Pferd-Paare schafften eine Nullrunde, drei weitere Nullrunden waren durch Zeitfehler belastet. Unter dem Strich war kein deutsches Pferd an der Entscheidung beteiligt, wohl aber ein deutscher Reiter: Harm Lahde vom Gestüt Eichenhain und die KWPN-Schimmelstute Just a Dream (v. Zirocco Blue), deren Mutter Sweet Dream (v. Carano-Alasca-Caprivi-Fontan, Holst. Stamm 5625) Holsteiner Herkunft ist. Und diese Kombination hat das Championat gerockt: Strafpunktfrei in 39.30 Sekunden war die Vorgabe für den einzig verbliebenen Konkurrenten, nachdem der Italiener Antonio Campanelli und die italienisch gezogene Divina sowie der Belgier Dominque Hendrix auf dem Selle Francais-Wallach Etundel de Marocy jeweils Abwürfe hatten. Als letzter Starter des Umlaufs hatte Thomas Gilles (BEL) auf der KWPN-Stute J. Comghorla van Beek (v. Comme il faut-Padinus) die vierte Nullrunde abgeliefert, und so ging er auch im Stechen als letzter Starter in den Parcours, hatte unterwegs aber eine Irritation hinsichtlich der Wegführung, die wertvolle Zeit kostete: Rang zwei am Ende. Claus Schridde