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Sandro Hit lebt nicht mehr

2021
18.08
Der Oldenburger wurde 28 Jahre
Sandro Hit prägte über Dekaden die Dressurpferdezucht - nun ist der Hauptvererber verstorben.    Foto: Beelitz
Sandro Hit prägte über Dekaden die Dressurpferdezucht - nun ist der Hauptvererber verstorben. Foto: Beelitz

Der Oldenburger Sandro Hit (v. Sandro Song-Ramino-Welt As-Luciano-Waidmannsheil, Z.: Gabriele Harder-Brune, Bramsche) lebt nicht mehr. Im Alter von 28 Jahren ist der Hengst, der sein ganzes Leben auf der Station Schockemöhle verbrachte, heute von der züchterischen Bühne abgetreten. Er absolvierte 1997 die HLP in Medingen, mit bescheidenem Ergebnis, was ihn in seiner Karriere jedoch nie behindert hat. 1999 war er unter dr. Ulf Möller Bundeschampion der sechsjährigen Dressurpferde und Weltmeister der jungen Pferde in Arnheim. Er ist bis Grand Prix gefördert. Mit dem Deckeinsatz von Sandro Hit wurde 1996 ein neues Kapitel in der Pferdezucht aufgeschlagen. Seit 2012 gehört Sandro Hit zum erlauchten Kreis der weltbesten Dressurvererber. 2017 und 2018 hatte er den zweiten Platz der WBFSH Rangliste der erfolgreichsten Dressurhengste inne, seit 2019 liegt er an dritter Stelle. Sage und schreibe 190 gekörte Söhne stehen allein in Deutschland zu Buche. Die Aufzählung seiner Körsieger, Prämienhengste und Hengstmarktspitzen würde jeden Rahmen sprengen. Viele von ihnen machten auch Karriere im Sport, wie etwa der Vize-Dressurpferde-Weltmeister und Bundeschampion Sir Donnerhall I, der Grand Prix-siegreiche Sancisco OLD, der Bundeschampion, Auktions-Preisrekordler und S-Sieger San Francisco OLD, der Burg-Pokal-Finalist Sorento sowie die Dressurpferde-WM-platzierten Sir Donnerhall II und Sir Skyfall OLD. Seine Töchter, sagenhafte 493 von ihnen mit der Staatsprämie ausgezeichnet, werden von der Dressurpferde-Weltmeisterin und Doppel-Bundeschampioness Poetin angeführt, die für die Rekordsumme von 2,5 Millionen Euro über die P.S.I. Auktion versteigert wurde. Ebenfalls Doppel-Gold bei den Bundeschampionaten sowie Bronze bei der Dressurpferde-WM gewann die Oldenburger Siegerstute Silberaster OLD. Längst haben die Nachkommen des Sandro Hit die großen Championatsbühnen rund um den Globus erobert. Bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio/BRA gingen fünf von ihnen an den Start, darunter der spätere Teamgold-Gewinner und Einzel-Sechste in der Dressur, Showtime FRH/Dorothee Schneider, und der Teambronze-Gewinner in der Vielseitigkeit, Santano II/Christopher Burton/AUS. Showtime FRH gewann 2019 bei den Europameisterschaften erneut Teamgold und Doppel-Silber in den Einzelfinals. 2018 stand Salvino/Adrienne Lyle bei den Weltreiterspielen von Tryon/USA im Dressursilber-Team der USA. Sir Donnerhall II OLD/Morgan Barbançon/ESP platzierte sich im Weltcup-Finale von Paris/FRA und Göteborg/SWE. Selten HW/Andres Dahl stand 2016 bei den Olympischen Spielen und 2018 bei den Weltreiterspielen im platzierten Dänischen Team. In Weltcup-Küren erfolgreich waren Statesman/Naima Moreira Laliberte/CAN und Sebastien/Lindsay Kellock/CAN. Die Rekordzahl von elf Bundeschampions hat Sandro Hit geliefert und zwar zuletzt 2016 die auch bei der Dressurpferde-WM erfolgreiche und dann Burg-Pokal-Zweite Sisters Act MT OLD/Dorothee Schneider. Bei den Dressurpferde-Weltmeisterschaften standen außer den bereits genannten noch Polka Hit Nexen (2008 Silber 6j.), Soliere (2010 Silber 6j.) und St. Emilion (2011 Bronze 6j.) auf dem Treppchen. Im Louisdor-Preis-Finale 2020 belegte Signorina/Katharina Hemmer Platz neun. CS