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Positiver Befund auch bei der Hannoveraner Körung

2022
13.01

Hengst von Checkter-Stolzenberg verliert sein Körprädikat

Der Hannoveraner Prämienhengst vom Checkter begeisterte bei der Körung in Verden im Dezember. Nun verliert er sein Körprädikat.
Der Hannoveraner Prämienhengst vom Checkter begeisterte bei der Körung in Verden im Dezember. Nun verliert er sein Körprädikat.

Wie unlängst bereits beim Holsteiner Verband, musste nun auch einem Absolventen der letzten Hannoveraner Springkörung ein positives Körurteil aberkannt werden. Betroffen ist der gekörte und prämierte Sohn des Checkter- Stolzenberg, der zudem auch die Preisspitze markierte. Wie der Hannoveraner Verband auf seiner Homepage HIER mitteilt, wurde im Rahmen einer routinemäßigen Medikationskontrolle auf der Körveranstaltung ein positiver Befund hinsichtlich des Vorhandenseins der Substanz Acepromazin erhoben . Der Befund sei auch durch die B-Probe bestätigt worden.

Wie der Verband weiter, offen mitteilt, sei das Ergebnis der Böckmann Pferde GmbH als Aussteller mitgeteilt worden. In der Folge habe der Aussteller dem Hannoveraner Verband zur weiteren Darstellung des Sachverhalts, eine tierärztliche Bestätigung vorgelegt, aus der offensichtlich hervorgeht, dass der Hengst zum Scheren vor der Körung mit einem Acepromazin-haltigen Medikament behandelt worden war.

Acepromazin ist ein Phenothiazin-Derivat und gehört zur Gruppe der sogenannten Neuroleptika, einer besonderen Gruppe von Beruhigungsmitteln. Die Substanz Acepromazin gilt in der Veterinärmedizin als das meist gebrauchte Phenothiazin, um Hunde und Katzen zu sedieren. Es eigne sich sehr gut, um nervöse Tiere zu beruhigen und um aggressives Verhalten zu reduzieren. Wie die Gesellschaft für Pferdemedizin (GPM) beschreibt, werde es häufig in den Ställen auch verwendet um Pferde zu beschlagen, zu scheren oder auch anzureiten. Weiter weist die GPM darauf hin, dass die tierärztliche Beratung von Pferdesportlern nur dahin gehen könne, grundsätzlich vom Einsatz von Acepromazin bei Turnierpferden abzuraten. Dies gelte nicht zuletzt auch deshalb, weil rechtliche Beschränkungen bestünden. Nach dem Arzneimittelrecht gilt, dass ACP bei Pferden, die der Lebensmittelgewinnung zugeführt werden sollen, in Europa grundsätzlich nicht eingesetzt werden dürfe. Sportrechtlich wird der Einsatz von ACP ebenfalls reglementiert. Im nationalen Reit- und Fahrsport wird ACP in der Liste der verbotenen Substanzen den Dopingsubstanzen zugeordnet. Im internationalen Sport (Reit-und Rennsport) gilt ACP generell als im Wettkampf verbotene Substanz.

Der Hannoveraner Verband hat dem Hengst sein Körprädikat dem Befund folgend, satzungsgemäß nun aberkannt, weist zugleich auch auf die Möglichkeit einer erneuten Körvorstellung hin.