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Prinz Oldenburg von der Zuchtbühne abgetreten

2013
22.01
Im Alter von 28 Jahren musste Besitzerin Renate Herzog (Passin/Berlin) ihren Oldenburger Picasso-Pik Bube I-Ramiro-Sohn Prinz Oldenburg am 21. Januar wegen Altersschwäche einschläfern lassen

Der Verband der Züchter des Oldenburger Pferdes ist selbst Züchters des Schimmelhengstes, der mit Holger Wulschner große internationale Erfolge hatte und eine Lebendgewinnsumme von 117.044 Euro aufweist.

Seine Novizenjahre in Klein Roscharden auf dem Hof Klatte verbracht, waren Miriam Henschke, Guido und Henrik Klatte, sowie Otto Vaske seine ersten Reiter, die den gekörten Prinz Oldenburg 1988 in den Sport brachten und bis zum Ende des Jahres 1992 sehr erfolgreich ritten. Beim Bundeschampionat in Mannheim wurde er 1989 mit Hermann Gösmeier Vierter bei den vierjährigen Reitpferdehengsten. Gerade siebenjährig geworden, hat Guido Klatte den Picasso-Sohn im März 1992 zur ersten S-Platzierung geritten. Den ersten S-Sieg feierten die Beiden ein Jahr später 1992 in Wilhemshaven.

Renate und Herbert Herzog aus Berlin, die den Reiterhof Passin übernommen hatten und ein Pferd für Holger Wulschner suchten, kauften Prinz Oldenburg Ende 1992. Bereits am 3. Januar 1993 hatte das Passiner Paar in Schenefeld seinen ersten S-Erfolg. Von da an ging die sportliche Karriere von Prinz Oldenburg steil nach oben. Erfolge in Wiesbaden, Mannheim, Hamburg, Washington, New York und Toronto im Jahre 1994 haben das Paar in der Weltspitze ankommen lassen. So ging es auf Turnieren in aller Welt weiter bis zum Ende des Jahres 2000. 1998 wurde Holger Wulschner mit Prinz Oldenburg Vierter bei der Deutschen Meisterschaft in Gera.

Ab 2001 plagten den Schimmel gesundheitliche Probleme, auf Grund dessen wurde er 2002 ganz aus dem Sport genommen und widmete sich von da an nur noch seiner zweiten Tätigkeit als Zuchthengst. Von seinen 212 Platzierungen, darunter 33 Siege, hat Holger Wulschner 140 mit Prinz Oldenburg erritten, überwiegend in der schweren Klasse.

Auch die Zuchtkariere des Oldenburger VTV-Springhengstes des Jahres 2002 verlief sehr gut. 214 in Deutschland eingetragene Sport-Nachkommen haben bisher mehr als 500.000 Euro gewonnen. 19 von ihnen sind im Springsport bis Klasse S erfolgreich. Einen erfolgreichen Nachkommen bis Klasse S gibt es in der Dressur.

Der Vater vier gekörter Söhne wurde 1987 in Oldenburg gekört und seit 1993 ist er auch in Mecklenburg-Vorpommern für die Zucht zugelassen. Sein Hengstexamen hat Prinz Oldenburg 1988 beim 100-Tage-Test in Adelheidsdorf als Zweitbester von 56 Hengsten mit 133,20 Indexpunkten abgelegt. Dabei hatte er sein bestes Ergebnis mit 140,66 Punkten in der Dressur. Ein spätberufener Nachkomme aus seinem 1. Fohlenjahrgang 1989, der von Frank Plock in Klasse S hocherfolgreiche Prince in Love, wurde noch im letzten Herbst aufgrund seiner Erfolge im Alter von 23 für die Zucht in Oldenburg zugelassen.

Sein erfolgreichster Nachkomme in Mecklenburg-Vorpommern ist der 1996 geborene Prinzipal, den Thomas Kramer in Bützow mit der aus Ganschower Zucht hervorgegangenen Grabensprung-Stute Globale III gezogen hat. 2012 wurde Prinzipal, der die Farbe seines Vaters trägt, mit dem Schweizer Martin Fuchs zweitbester Mecklenburger mit einer Jahresgewinnsumme von 21.330 Euro. Insgesamt stieg die Lebendgewinnsumme von Principal damit auf 328.419 Euro. In Brandenburg reitet Lars Rau mit dem elfjährigen Pepe einen in Klasse S sehr erfolgreichen Prinz Oldenburg-Nachkommen. Georg Plath (Poel) hat in seinem Viererzug mit Pauli einen Prinz Oldenburg-Wallach der in Klasse M und S erfolgreiche Dienste tut. Unvergessen ist auch Prinz Donnerhall, den Holger Wulschner, sein Sohn David und Ralf Bochinski zu 104 Erfolgen ritten, bevor er 1999 in den Stall von Luciana Diniz kam.  (Franz Wego)

Foto (Jutta Wego): Prinz Oldenburg mit Holger Wulschner im Jahr 2000