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Züchterforum 19.12.2025
Bereits am Freitagnachmittag stand bei der London International Horse Show die Weltcup-Kür an. Erneut galten zwei Aspekte: eine britische Dominanz sowie Charlotte Fry mit Glamourdale in Bestform.
Charlotte Fry und Glamourdale meldeten sich in London nach den Europameisterschaften aus einer Pause zurück. Bereits im Grand Prix hatten sich die beiden in wahrer Topform präsentiert. Während bei den Europameisterschaften wohl noch ein Tiefpunkt für die beiden markiert werden konnte, zeigte sich der Lord Leatherdale-Sohn wieder viel geschlossener, im Genick nachgiebiger und aus dem Hinterbein energischer abfußend, alles in allem einfach kooperativer. Dieser Eindruck bestätigte sich auch in der Kür, die passend unter dem Motto „Glamourdale Airlines“ zu überzeugen wusste. Einmal kann die Galopptour mit energisch nach vorne gesprungenen Serienwechseln auf gebogener Linie sowie toll ins Bergauf gesprungenen Serienwechseln hervorgehoben werden. Im Vergleich zum Grand Prix gelangen die Galopppirouetten noch zentrierter. Die Piaffen und Passagen präsentierten sich aktiv abfußend, wenn sich auch die Piaffen aus dem Hinterbein noch geschlossener zeigen dürften. Alles in allem führten die beiden verdient und mit deutlichem Abstand die Weltcup-Kür von London an. Sie verwiesen mit 89,1 Prozent ihre Teamkollegin Becky Moody mit Jagerbomb (86,4 Prozent) auf Platz zwei. Die Britin zauberte, wie man es von der sympathischen Dressurausbilderin kennt, einen Gag aus dem Hut und zeigte ihre gewohnte Choreografie zu einem Mix aus Weihnachts-Hits. Doch nicht nur die Stimmung passte. Die beiden brillierten mit höchster Harmonie und Durchlässigkeit und schnurrten sich spielerisch durch ihre mit Schwierigkeiten gespickte Kür. Isabel Freese komplettierte mit Total Hope OLD (Z. Christine Arns-Krogmann) das Podest (81,6 Prozent). Der Hengst zeigte sich heute gelassener und technisch sicherer, wenn auch immer noch teilweise etwas nickelig in der Anlehnung (81,6 Prozent). Susan Pape mit Harmony’s Giulilanta (79,8 Prozent) und Charlotte Dujardin mit Alive and Kicking (79,2 Prozent) komplettierten die Top 5.