Sonntag, 18.12.2022 um 07:28

Frankfurt: Andrina Suter stürmt mit Briatore NRW die Burg

Nach dem Sieg in der Einlaufprüfung war der Silbermedaillengewinner vom Westfalen-Championat 2019 auch im Finale mit seinen gerade einmal sieben Jahren das Maß der Dinge unter seiner Schweizer Ausbilderin.

Mit Spannung wurde am gestrigen Samstag das Finale des NÜRNBERGER Burg-Pokals im Rahmen des Frankfurter Festhallenturniers erwartet. Mit rund 170 Championatspferden, die über jene Turnierserie den Weg in den großen Sport gefunden haben, hat der Nürnberger Burg-Pokal seine sportliche Relevanz in der deutschen und internationalen Turnierlandschaft längst unterstrichen. Auch das diesjährige Finale sollte es in sich haben, der Chefrichter des 31. Finales Henning Lehrmann betonte: „Das war heute Marketing für unseren Sport: feines Reiten und harmonisches Reiten. Alle Ausländer beneiden uns um die Nürnberger-Serie, ohne diesen fantastischen Sponsor würde das überhaupt nicht gehen. Das ist ganz großes Kino!“

Das Publikum konnte es kaum mehr erwarten, seinen Sieger frenetisch zu feiern: Schon vor dem Schlussgruß begann die Menge rhythmisch zu klatschen. Andrina Suter und Briatore NRW toppten wie bereits in der Einlaufprüfung die Konkurrenz. Die Jury vergab sagenhafte 77,926 Prozent. Das war der klare Sieg für die 30-jährige Dressurausbilderin aus der Schweiz und den ehemaligen Silbermedaillengewinner beim Westfalen-Championat 2019. Lediglich eine kleine Störung in der Trabtour erlaubte sich das hochdekorierte Paar, welches die Qualifikation in Mannheim gewonnen hatte, sonst punktete der erst siebenjährige Nachkomme des Belissimo – Dresemann aus der Zucht von Adolf Theo Schurf unter dem Sattel seiner Ausbilderin durch und durch mit einer harmonischen Vorstellung. „Eigentlich sollte Briatore hier nur etwas Erfahrung sammeln, aber nun hat er meinem zweiten Pferd irgendwie die Show gestohlen“ freute sich Andrina Suter im Anschluss über ihren siebenjährigen Wunderknaben. Doch damit nicht genug, die Schweizerin, die bei Oliver Oelrich trainiert, durfte sich auch über Rang zwei freuen. Dort platzierte sie den neunjährigen Hannoveraner Del Curto, ein Sohn des Dimaggio – Wolkentanz II aus der Zucht von Hendrik Moss mit 76,097 Prozent.

Über Rang drei durfte sich Thomas Wagner freuen. Er führte Wynton’s Son, den neunjährigen Hannoveraner Hengst von Wynton – Latimer aus der Zucht von Thorsten Hogrefe mit 73,268 Prozent auf den Bronzerang. Wagner und Wynton’s Son sollten dann wiederum am Abend im Rahmen des Siegerpreises ganz vorne stehen. Im Schauwettkampf der besten Drei gewann das Homburger Duo mit 9,5 vor Susan Pape mit dem achtjährigen Oldenburger Hengst Harmony’s V-Plus v. Vivaldi – Fürst Romancier aus der Zucht des Gestüts Lewitz.

Für die 32. Auflage des Nürnberger Burg-Pokals verkündete Vorstandsmitglieder der Nürnberger Versicherung Andreas Politycki eine Konzept-Änderung. So wird es 2023 nur noch acht, nicht mehr zwölf, Qualifikationen geben. Dennoch werden zwölf Paare zum Finale zugelassen. Die acht Sieger der einzelnen Etappen sowie die vier punktbesten zweitplatzierten Paare. Die Stationen 2023 werden im April in Hagen, im Mai in Mannheim und München, im Juni in Balve, im Juli in Bettenrode und Elmlohe, im August in Görlitz und im September in Darmstadt sein. Das Finale wird wieder im Rahmen des Frankfurter Festhallen Reitturniers von 14. – 17. Dezember 2023 stattfinden. (akb)

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