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Sonntag, 15.09.2019 um 20:58

Cash and Carry lebt nicht mehr

Der Holsteiner Hengst Cash and Carry ist im Alter von 21 Jahren nach schwerer Erkrankung erlöst worden.
© honorarfreie Nutzung des Bildes
Cash and Carry zählte zu den bedeutenden und züchterisch überaus wertvollen Vererbern der Sportpferdezucht. Darüber hinaus war der Cash-Landgraf-Sohn auch vom Interieur her ein herausragender Hengst, den die Mitarbeiter der Hengststation Maas J. Hell vermissen werden.

Großartig für Sport und Zucht

Cash and Carry lieferte seit seiner Ankunft auf der Hengststation im Dezember 2014 aufsehenerregende Fohlenjahrgänge. Von 138 in Deutschland erfolgreichen Nachkommen des Hengstes mit einer Lebensgewinnsumme von über 500.000 Euro sind rund 45 in internationalen Parcours bis 1,60 Meter erfolgreich. Bisher wurden vier Söhne gekört: Click and Cash (Schweden), Common Sense (Italien), Contino und Cashman (Belgien). Zudem lieferte der Hengst etliche prämierte Töchter. Zu den Sportheroen des braunen Holsteiner Hengstes zählen international erfolgreiche Pferde wie PSG Future (Martin Fuchs), Cashflow (Jörg Naeve), H&M Cash In (Peder Fredericson / Stephanie Holmen), Cosma Shiva (Lotta Rikka Rintamäkki), Careena (Clarissa Crotta) und Cash and Go (Simone Wettstein). Der Hengst aus der Zucht von Claudia Schönfeldt (Bad Münstereifel) hat sich klar dominant hinsichtlich Vermögen, Charakter und Qualität vererbt und hervoragende Fohlenjahrgänge hinterlassen.

Bedeutendes Pedigree

Lassergut`s Cash and Carry ist Enkel der Holsteiner Stempelhengste Cor de la Bryere und Landgraf I. Sein Vater Cash feierte mit Hugo Simon im Sattel internationale Top-Erfolge, die Großmutter Landgräfin ebenfalls. Sie war Vollschwester zu Landgraf I. Cash and Carry entsprang einem der ältesten Stutenstämme Holsteins, dem Stamm 256.

Die Entscheidung, den Hengst gehen zu lassen, fiel der Eigentümerin Lassergut Farm (USA) nach intensiven tierärztlichen Bemühungen um Cash and Carry sehr schwer. Der Hengst wurde aufgrund von Komplikationen als Folge einer plötzlich auftretenden und schweren Hufrehe erlöst. Trotz des Einsatzes von Orthopädie-Spezialisten und geduldigen Therapieversuchen führte die Behandlung nicht zum erhofften Erfolg.

“Auch wir sind alle unglücklich, weil wir diesen wunderbaren Hengst gehen lassen mußten”, so Stationseigner Herbert Ulonska, “aber gleichzeitig bin ich sehr dankbar, dass wir ihn fünf Jahre lang bei uns hatten und eine wirklich hervorragende Nachzucht erleben können.” Herbert Ulonska war es 2014 gelungen, den Hengst aus Österreich nach Schleswig-Holstein zu holen. Die Holsteiner Züchter belohnten diese Initiative. Lassergut Cash and Carry gehörte in der Folge zu den viel frequentierten Hengsten der Station.(PM)

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