Fulminantes Finale mit Spannung(en) in Verden
Der letzte Tag der Hannoveraner Körung startet traditionell mit der Ehrung der Prämienhengste, sowie der Proklamation der Hannoveraner Stute und des Hannoveraner Hengstes des Jahres. Zur diesjährigen Stute des Jahres wurde die herrliche Halbblüterin, Havanna v. Heraldik xx/Ramiro (Z.: Dr. Hilmer und Sabine Meyer-Kulenkampff, Behlmer) ernannt. Sie ist Mutter von fischerChipmunk FRH, laut WBFSH aktuell weltbestes Vielseitigkeitspferd. Den Titel des Hannoveraner Hengstes des Jahres erhielt der Celler Landbeschäler Stolzenberg v. Stakkato/Sandro (Z.: Gerd Odlozinski, Luttmersen). Der unvermindert kernige Zwanzigjährige begeisterte mit sprühender Lebensfreude das Publikum.
Die Auktion der frisch gekörten Hengste startete gleich mit einem Paukenschlag – und das in doppelter Hinsicht. Den Auktionsreigen in der Niedersachsenhalle eröffnete der Prämienhengst vom Cadeau Noir/Licotus (Z.: Walter Wöhlke, Geestland, Ausst.: Hans-Henning von der Decken, Stade). Am Ende eines längeren Bieterduells erfolgte der Zuschlag bei 1.890.000,- Euro. Doch nicht nur die Qualität des Hengstes wird dem Publikum in Erinnerung bleiben, sondern auch der Zuschlag selbst, der zunächst für Irritationen sorgte. Während der Auktionator bereits – ganz Gentleman der neuen Besitzerin des strahlenden Junghengstes seine Aufwartung auf der Tribüne machte, verwies der Vorbieter darauf noch vor dem Zuschlag ein weiteres Gebot abgegeben zu haben. Auktionator Bernd Hickert ließ das Gebot noch einmal aufnehmen. Die in der etwas unübersichtlichen Schlussphase dieses Bieterduells unterlegene Deutsch-Dänische Hengsthalterkooperation mochte sich mit dem Verlauf nicht arrangieren und verließ umgehend die Halle.
Auch weitere Hengste waren kostpielig, so wurde der Viatalis- Bon Bravour Sohn mit der Kn 98 (Z.&B. Katrin Lüder-Kratzberg, Hildesheim) für 720000,- Euro nach Österreich zugeschlagen. Einen weiteren, spannenden Neuzugang kann auch das Landgestüt Celle mit der KN 73 vom For Romance II – Davignon I ( Z.: Wilfried Grabow, Oerel/ Ausst.: Gestüt Greim, Bärnau) verbuchen. Für 240000,- Euro trabte der kraftvolle Schwarzbraune in das Traditionsgestüt.
Preisspitze der Springhengst war ein Schimmel v. Chacoon Blue/Winningmood v. d. Arenbeweiterenrg (Z. u. Ausst.: Bernhard Rensen, Werlte). Der Youngster mit großer Perspektive brachte seinem Aussteller 60.000 Euro.
Die gekörten Hengste erzielten auf dem Hengstmarkt einen Durchschnittspreis von 91.632 Euro. Für die nicht gekörten Zweieinhalbjährigen wurden im Schnitt 23.414 Euro angelegt. Insgesamt wurden 5.902000,- Euro umgesetzt.