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Samstag, 02.11.2019 um 16:42

Weiteres Pressestatement des Hannoveraner Verbandes

Bernd Hickert lässt Tätigkeit als Auktionator bis auf Weiteres ruhen
© honorarfreie Nutzung des Bildes

Der Druck, der auf den Hannoveraner Verband ausgeübt wird, muss unvermindert hoch sein. Mit einem zweiten Pressestatement innerhalb weniger Tage sieht sich der Hannoveraner Verband offenbar gezwungen auf die Unregelmäßigkeiten anlässlich der Auktion im Rahmen des Hengstmarktes zu reagieren. Dabei heißt es in der Stellungnahme wörtlich:

 Auktion anlässlich „Verdener Hengstmarkt 2019“ mit Konsequenzen

Hannoveraner Verband äußert sich zu Irritationen

Bremen/Verden. In der vergangenen Woche fanden in Verden die traditionelle Hengstkörung und der Hengstmarkt statt. Nicht nur die im Jahrgang 2017 geborenen Pferde des Hannoveraner Zuchtverbandes stand dabei im Mittelpunkt, sondern auch Auktionator Bernd Hickert, der durch sein Vorgehen für Irritationen in der Niedersachsenhalle sorgte. Wie jetzt vom geschäftsführenden Vorstand des Hannoveraner Verbandes bekanntgegeben wurde, wird Hickert bis auf Weiteres seine aktive Auktionatorentätigkeit ruhen lassen.

Für 1.89 Millionen Euro wurde der Cadeau Noir/Licosto-Sohn Confess Color am 26.10.2019 im Rahmen der Auktion in der Niedersachsenhalle in Verden an das Gestüt Bonhomme verkauft. In der Schlussphase kam es kurz vor dem endgültigen Zuschlag noch zu einem Gegengebot, das allerdings zuerst nicht mit aufgenommen wurde. Dieser Vorgang wurde nun vom geschäftsführenden Vorstand des Hannoveraner Verbandes intern aufgearbeitet und analysiert. Hierzu gehörte auch ein vertrauensvolles Gespräch mit dem Auktionator Bernd Hickert. Im Ergebnis wird dieser seine aktive Versteigerungstätigkeit mit sofortiger Wirkung und bis auf Weiteres ruhen lassen. Moderationen für Veranstaltungen und die Unterstützung der Basisarbeit für den Verband bleiben von dieser Entscheidung unberührt. „Ich bedauere sehr, dass mein Vorgehen in der besagten Situation zu Irritationen geführt hat und es tut mir für die Gesamtauktion leid“, so Hickert.

Bereits zuvor hatte sich der geschäftsführende Vorstand bei allen Betroffenen entschuldigt und war um eine schnelle Aufklärung der bemängelten Punkte bemüht. 

Quelle: https://www.hannoveraner.com/hannoveraner-zucht/news/artikel/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=1142&cHash=b7ff88d7c0dee261ef9a1af619a46019

Nun also erste Konsequenzen, der langjährige Co-Auktionator Bernd Hickert wird bis auf weiteres von der aktiven Versteigerungstätigkeit freigestellt. Dazu geht er auch verbal noch einmal in „Sack und Asche“. Somit ist Bernd Hickert nun die erste Person in dieser „Affäre“, die tatsächlich einen nachprüfbaren finanziellen Schaden erleiden dürfte. Sicherlich hat er sich einen Fehler erlaubt, den er selber längst zutiefst bedauern dürfte. Doch Teil der Wahrheit ist auch die Tatsache, dass er nicht der erste Auktionator ist, der im Verlauf heftiger Gebotsschlachten in der Endphase das Podium verlassen hat. Der Showeffekt, die Pflege übergroßer Egos, hat sich längst zu zentralen Elementen eines Auktionswesens ausgewachsen, in dem die Pferde und Züchter zur bloßen Staffage verkümmern. Erinnert sei nur an den Auktionsverlauf im Jahre 2018 in Verden, in dessen Verlauf ein Hengst für gut zwei Millionen Euro zugeschlagen wurde. Auch damals verließ der Auktionator publikumswirksam das Pult um mit großer Geste den Zuschlag zu zelebrieren und alle Beteiligten – Publikum, Aussteller, Medien und damalige Käufer haben ihn dafür gefeiert. Tatsache ist doch, dass sich das Auktionsgeschehen längst in dramatischer Weise auch von den letzten Resten der Seriosität, des Vertrauens und der Rechtschaffenheit verabschiedet hat. Verschleiertes Bieten, verdeckte Vorverkäufe, verheimlichte Absprachen haben die Akzeptanz der nach Auktionen veröffentlichten Ergebnisse längst unterminiert und flächendeckend unter Generalverdacht gestellt. Das ist für einen Geschäftsbereich der viel vom Vertrauen in alle Beteiligten lebt, eigentlich längst ein unhaltbarer Zustand. Bleibt zu hoffen, dass im aktuellen Fall in der Beurteilung und der Frage der persönlichen Konsequenzen die Verhältnismäßigkeiten nicht außer Acht geraten. Viel wichtiger erscheint den vorliegenden Fall zum Anlass zu nehmen, die Abläufe auf Deutschen Auktionsplätzen offen und ehrlich neu zu bewerten und eine Rückbesinnung auf ein Mindestmaß der Werte wie Transparenz und Wahrhaftigkeit in Betracht zu ziehen, will man nicht mittelfristig auch den letzten Rest an Glaubwürdigkeit aufs Spiel setzen. (S.B.)

<p>Der Druck, der auf den Hannoveraner Verband ausgeübt wird, muss unvermindert hoch sein. Mit einem zweiten Pressestatement innerhalb weniger Tage sieht sich der Hannoveraner Verband offenb
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