Warm-up der Reitpferde in Vechta
Für die Reitpferde in Vechta wurde es heute zum ersten Mal Ernst. Den Anfang machten die vierjährigen Stuten und Wallache. Hermann Gerdes hatte hier gleich zwei Asse im Ärmel: Er konnte sich in beiden Abteilungen, jeweils mit einer Stute aus der Zucht von Paul Wendeln, an die Spitze setzen. In der ersten Abteilung siegte die Fürsten Look-Sir Donnerhall I-Tochter Curly (B.: Peter Wendeln). Mit einer tollen Trabmechanik ausgestattet (9,5 – die höchste Trabnote bei den vierjährigen Stuten und Wallachen), musste sie lediglich im Schritt etwas Federn lassen. Am Ende schlug eine Wertnote von 8,6 zu Buche. Damit verwies sie Sandra Kötter und Brighton v. Benicio-Sir Donnerhall I (Z.: Dr. Katharina Paschertz, B.: Wilhelm Sieverding jun.) mit einer Wertnote von 8,4 auf Platz zwei. Die zweite Abteilung wurde von der frisch gekürten Oldenburger-Siegerstute der Elitestutenschau gewonnen: Casey von Sir Donnerhall-Fürst Heinrich. Züchter ist hier wieder Paul Wendeln und Besitzer Peter Wendeln. Unter ihrem Reiter Hermann Gerdes zeigte sie sich von ihrer besten Seite, es gab keine Note schlechter als 8. Insgesamt schlug eine 8,5 zu Buche. Rang zwei ging an den Morricone I-Foundation-Sohn Mondation (Z.: Gestüt Lewitz, B.: Hof Kasselmann) unter Evelyn Eger mit einer Note von 8,3.
Bei den dreijährigen Stuten und Wallache sicherte sich die For Dance-Weltmeyer-Tochter First Date (Z.+B.: Dr. Hans-Hermann Lagershausen) unter Veronika Steinhof mit einer Traumnote von 8,9 den Sieg. In puncto Ausbildung geht es wohl kaum besser für eine Dreijährige – hier zückten die Richter sogar die 10! Rang zwei ging an die aus der Zucht von Heinz Ahlers stammende Stute Extragold v. Belissimo M-Rohdiamant unter Eike Bewerungen (Wertnote 8,5). Gleichauf, ebenfalls mit einer 8,5 platzierte sich Ronja Räubertochter, ihres Zeichens Brillantringstute und mit Ib prämiert. Die Bon Couer-Romanov-Tochter (Z.+B.: Friedrich Kuhlmann) wurde von Hermann Gerdes exzellent in Szene gesetzt.
Bei den vierjährigen Hengsten gab es ein Kopf an Kopf-Rennen, zu Gunsten des letztjährigen Landeschampions: Fynch Hatton OLD v. Formel Eins-Sir Donnerhall (Z.: Bernhard Ilting-Reuke, B.: Helgstrand Dressage A/S / A. Helgstrand) glänzte unter Sina Aringer. Eine 9,5 gab es sowohl für den Trab als auch für die Ausbildung, eine 8 für den Schritt war die „schlechteste“ Note. Endergebnis 9,0. An dieser Marke konnte nur einer kratzen: Der Siegerhengst der Oldenburger Körung 2018, Global Player von Grand Galaxy Win T/Don Schufro (Z.: Henrik Hansen, B.: Hengsthaltung Helgstrand/Schockemöhle) unter Eva Möller. 8,9 lautete ihr Endergebnis.
In der Konkurrenz der dreijährigen Hengste setzte sich der Redefiner Prämienhengst Zauberlehrling, ein Sohn des Zonik aus einer Sir Donnerhall-Mutter (Z.+B.: Gestüt Lewitz) unter Julia Watzek an die Spitze. Mit einem sehr gut bergauf gesprungenen Galopp (9,0) und einer sehr souveränen und rittigen Vorstellung (Ausbildung 9,0) kam er auf eine Endnote von 8,7. Hinter ihm rangierte mit 8,2 der Oldenburger Prämienhengst Moreno v. Morricone I-San Amour I (Z.: Wilhelm Strohm, B.: Gerd Sosath) unter Veronika Steinhof.
Am Samstag wird es dann in den Finalprüfungen in Vechta ernst.