Westfalen-Dominanz ausgebaut
Nomen est omen: Sven Sieger (RFV. Zollenreute) hieß der Sieger der zweiten Qualifikation bei den siebenjährigen Springpferden, und er saß im Sattel einer weißen Holsteiner Stute: Cheyenne (v. Calrimo-Quite Capitol-Exorbitant xx-Cantus-Lord Calando-Corvado, Stamm 1193, Z.: Max Dethlefs, Wrohm). Das Paar war strafpunktfrei über den S-Parcours gelangt, als schnellste von sieben fehlerfreien Reiter-Pferd-Kombinationen. Acht der 24 Teilnehmer wurden platziert, verteilt auf die Verbände waren es je zwei Holsteiner und OS-Vertreter, drei Westfalen und ein Hannoveraner. Die Finlentscheidung fällt bereits am morgigen Samstag.
In der zweiten Qualifikation der fünfjährigen Springpferde kristallisierten sich die Sieger der ersten Wertung als deutliche Favoriten heraus. Am Vortag noch Zweiter, übernahm nun der gekörte Westfalenhengst Coros mit der klangvollen Abstammung Cornet Obolensky-Arpeggio-Pluspunkt-Weinberg-Pilot-Direx (Z.: Werner Buschsieweke, Rietberg) unter Hendrik Dowe mit 9,4 die Führung in der ersten Abteilung, gefolgt vom ebenfalls westfälischen Vortagessieger Cashmere. Der gekörte Hengst von Cristallo I-Contender erhielt mit Marco Kutscher im Sattel nach der 9,4 in der ersten Wertung nunmehr 8,9. In der zweiten Abteilung gab es einen Doppelsieg für den Japaner Eiken Sato (Stall Schockemöhle). Er stand mit dem hannoverschen Schimmel Damaskus (Diacontinus-Alexis Z) mit 9,2 genau wie am Vortag in vorderster Front und wurde mit Contino Quick PS (v. Contendro I-Carinue) Zweiter.
Insgesamt machten die Fünfjährigen einen abgeklärten, ausgeglichenen Eindruck und lieferten bei 59 Startern 29 Runden im guten Bereich (8,0 und besser) ab. Die Befürchtung, sie hätten in der verkürzten Saison nicht genügend Erfahrungen sammeln können, bewahrheitete sich vor Ort nicht. Unter dem Strich waren in allen Bundesländern (mitunter zwar kurzfristig) genügend Qualifikationsprüfungen ausgeschrieben worden. CS