Lyjanairs Doppelschlag
Er ist ein klassischer Siegertyp: Der Holsteiner Landeschampion der sechsjährigen Springpferde, Lyjanair (v. Lyjanero-Coriano-Contender-Lavall I-Fernando-Landgraf I, Z.: Wendy Davis, Hudson Oaks/Texas, USA) und sein niederländischer Reiter Bart van der Maat, haben auch das Bundeschampionat für sich entscheiden können. Der braune Wallach mit dem dünnen Schweif war im Stechen der schnellste der drei Teilnehmer, strafpunktfrei, versteht sich. Er rettete in Warendorf die Ehre des Zuchtgebiets Holstein, das ansonsten weniger stark in Erscheinung trat. Knapp dahinter rangierte der gebürtige Warendorfer Christian Kukuk mit dem Westfalenhengst Zineday (v. Zinedine-Polydor-Frühlingsball-Angriff-Damhirsch). Auf Platz drei dann der Hannoveraner Everton PJ (v. Embassy I-Light On-Quidam’s Rubin-Acord II-Calypso II-Picard) mit der Südafrikanerin Alexa Stais, die sich einen Abwurf holten.
Nur drei der 41 Finalteilnehmer erreichten das Stechen. Mit je einem Zeitfehler schrammten Christian Kukuk mit dem Beerbaum-Hengst Comme le Père knapp und Mario Maintz auf dem hannoverschen Diarado-Sohn Delestre an der entscheidenden Runde vorbei.
Besonders war die Zusammensetzung des Starterfeldes: Mit 14 Finalisten war Hannover der am häufigsten vertretene Zuchtverband (das gab es seit mehr als 20 Jahren nicht mehr), gefolgt von Westfalen und OS (je 8), Holstein (7), DSP und Rheinland (je 2).