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Samstag, 17.10.2020 um 16:42

Helium-Festival in Neumünster

Der Trakehner Sieger 2020 heißt Rheinglanz
© honorarfreie Nutzung des Bildes
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Der 58. Trakehner Hengstmarkt stand ganz im Zeichen des Rapphengstes Helium aus dem Gestüt Staffelde, der zu Zeiten der Zeugung des Jahrgangs 2018 auch ganz massiv über den Klosterhof Medingen mit vermarktet wurde und so in den Genuss größerer Stutenzahlen kam. Er stellte sowohl de Jahressiegerstute Helena als auch den Siegerhengst und seine Vollschwester Helia war mit 105.000 Euro höchstbezahltes Pferd der Zuchtstutenkollektion und zieht nun ebenfalls ins brandenburgische Staffelde.

Der Siegerhengst war eine Entdeckung der Fohlauktion beim Trakehner Bundesturnier 2018. Rheinglanz (v. Helium-Couracius-Partout-Itaxerexes) heißt der dunkelbraune Hengst, und er entstammt der rheinischen Zuchtstätte des Gestüts Bönninghardt (Werner Heitfeld) aus Issum, der mit fünf Stuten züchtet. „Er war schon als Fohlen ein Charmeur!“, erinnerte er sich nach der Siegerproklamation vor der Presse, und Jill Mieleszko-Vekens, die ihn  seinerzeit erworben hatte und mit einer Freundin das Bundesturnier besucht hatte, erklärte: „Er kam in den Ring, und ich wusste, der ist es!“ Jill Mieleszko-Vekens und ich Mann Frederik Vekens betreiben in Paderborn eine Hengststation, und Rheinglanz war ihr erster Ausflug in die „Trakehner Welt“. Auf dem Markt war er trotzdem: „Das Rad muss sich auch für uns weiter drehen!“, sagte Frederik Vekens und versicherte, sich künftig öfter in der Trakehner Szene umzusehen. Für das Jahr 2021/22 ist im Hause Heitfeld eine Neuauflage der Anpaarung geplant, und Vekens hat sich ein Vorkaufsrecht erbeten.

Reservesiger war der schwarzbraune Tanzkönig (v. Fairmont Hill-Herbstkönig-Grafenstolz-Hohenstein) aus der Zucht der hessischen Hausstiftung in Panker, deren Hausherr Donatus Landgraf von Hessen passenderweise am Körtag Geburtstag hatte.

Prämiert wurden auch die Hengste Dameron (v. Helium-Lauries Crusador xx), Gaspard (v. His Moment-Imperio) und Hallifax (v. Schwarzgold-Aston Martin).

Besondere Auszeichnungen erhielt der Hengst Osterwunder (v. Pagur ox), zum einen als bestes Springpferd der Körung und zum anderen als der Hengst mit dem höchsten Vollblutanteil.

Die sechs weiteren gekörten Hengste stammten ab von Freiherr von Stein, Impetus, Ivanhoe, Kentucky  und Millennium.

Der Verbandsvorsitzende Dr. Norbert Camp bedauerte, nicht mehr potenzielle Vielseitigkeitskandidaten in diesem Jahrgang ausgemacht zu haben, verwies aber nicht ohne Stolz auf die hohen Dressurqualitäten speziell der Prämienhengste.

Anders Hoek aus Däemark erhielt als bester Vorführer des diesjährigen Hengstmarktes den 300-Euro-Scheck des ZÜCHTERFORUMS aus den Händen des Verlegers Hugo Matthaes. CS

Fotos: Bischoff
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