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Freitag, 05.02.2021 um 08:06

Hotline lebt nicht mehr

Der Hannoveraner Hengst musste in Kanada eingeschläfert werden
© honorarfreie Nutzung des Bildes

Der 18-jährige Hannoveraner Hengst Blue Hors Hotline lebt nicht mehr. Wie die Dreamscape Farm selbst meldet, musste der Hengst erlöst werden. Er litt ein einem Lipom, welches so ungünstig lokalisiert war, dass es zu Abschnürungen im Bereich des Magens führte. Die Prognosen für seine Genesung standen so schlecht, dass man sich entschied den Hengst einzuschläfern.

Hotline, ein Sohn des Trakehners Hofrat, von Friedrich Oppermann aus einer De Niro-Mutter gezogen, verließ seine Körung in Verden 2005 als unangefochtener Siegerhengst. Im anschließenden Hengstmarkt verwunderte es niemanden das er zum Höchstpreis von 800.000 Euro zugeschlagen wurde. Erworben wurde er gemeinschaftlich vom dänischen Gestüt Blue Hors und Paul Schockemöhle. Seinen 70-Tage Test in Schlieckau ein Jahr später beendete er ebenfalls als Sieger, die Fremdreiter vergaben für seine Rittigkeit einheitlich die Idealnote 10,0. 2008 wechselte er zu Blue Hors nach Dänemark, wo seine sportliche Förderung vorangetrieben wurde. Im selben Jahr siegte Hotline im dänischen Bundeschampionat, unter Sune Hansen erzielte der Rappe 2010 bereits die ersten Erfolge in der schweren Klasse. Weiter gefördert wurde der Hengst von Maik Kohlschmidt, 2015 nahm dann Daniel Bachmann Andersen Platz im Sattel.

Züchterisch begann seine Karriere bei Paul Schockemöhle in Mühlen, dann wirkte er auf dem Gestüt Blue Horse. 2018 stand Hotline eine Saison als Pachthengst im Landgestüt Warendorf, Ende des selbigen Jahres wurde er dann nach Kanada an die Dreamscape Farm von Jennifer Arnoldt verkauft. Dort ist er nun auch verstorben.

Hotline hinterlässt besonders in Dänemark viele erfolgreiche Reitpferde, in den FN Erfolgsdaten werden 57 seiner Nachkommen mit Erfolgen in der schweren Klasse geführt. Sieben seiner Söhne wurden in Deutschland gekört.

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