Bundeschampionate: Amateure im Nachteil?
Einen Dispensantrag der Landeskommission Bayern, Amateurreiter in Qualifikationen für das Bundeschampionat zuzulassen, hat die Deutsche Reiterliche Vereinigung, kurz FN, jetzt abgelehnt. „Da derzeit nur Profisportler und Kaderathleten für Wettkämpfe zugelassen sind, häufen sich die Anfragen von Amateurreitern bezüglich der Qualifikationsmöglichkeiten“, hatte es LK-Vorsitzender Dr. Michael Hubrich in seiner Anfrage an die FN begründet.
Die allerdings sieht keine Möglichkeit, eine Ausnahme zu genehmigen. „Mit den als hinlänglich bekannt zu unterstellenden Argumenten setzt sich die FN seit Monaten für die Wieder-Öffnung des Wettkampf- und Turniersports auch für Nicht-Profis ein. Realistisch betrachtet ist eine eigene ‚Dispens-Regelung‘ nur für die Teilnahme an Bundeschampionats-Qualifikationen für Amateursportler nicht zu erreichen, ein derartiger Sonderweg wäre nicht zielführend - wir wollen gegenüber der Politik ein glaubwürdiger Partner bleiben. Des Weiteren soll es ja wie im vergangenen Jahr die Möglichkeit geben, zusätzliche Qualifikationstermine zum Bundeschampionat anzubieten“, nimmt Friedrich Otto-Erley als Leiter der Abteilung Turniersport in der FN Stellung.
Für Dr. Hubrich allerdings keine befriedigende Auskunft. „Sicherlich kann sich die FN in letzter Konsequenz auch nur im Rahmen der von der Politik vorgegebenen Regeln bewegen, sprich Sichtungen veranstalten; dafür haben wir vollstes Verständnis“, sagt der LK-Vorsitzende. Und doch: „In anderen Landesverbänden herrschen weniger strenge Coronaregeln, dadurch ist für Bayern ein Wettbewerbsnachteil zu befürchten, denn wie sollen sich potentielle Kandidaten für das Bundeschampionat qualifizieren?“ (ms)