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Mittwoch, 21.04.2021 um 17:13

Sporttest Springen inVerden

Märchenstunden an der Aller

15 Vierjährige, 13 fünf- und drei sechsjährige nahmen am HLP-Sporttest in Verden teil. Bei den Vierjährigen dominierte der OS-Hengst Cero Blue TN (v. Chacoon Blue-Balou du Rouet-Cero I-Calato-Landadel-Cor de la Bryère-Capitano-Galvani I, Holst Stamm 3615, Z.: Harm Thormählen, Kollmar). Mit 8,55 setzte er sich ziemlich deutlich vom restlichen Starterfeld ab. Bei der OS-Körung 2019 in Vechta noch sehr fohlenhaft und von daher „nicht gekört“, hatte er zwischenzeitlich vom Mecklenburger Verband das Körurteil erhalten und steht im gemeinschaftlichen Besitz seines Züchters und der Deckstation Nijhof in den Niederlanden. Vor Ort präsentiert wurde er von Mathis Schwentker, der seit Anfang 2021 seinen USA-Aufenthalt beendet hat und nun wieder in heimatlichen Gefilden reitet. Er präsentierte gekonnt noch weitere Nijhof-Hengste in Verden. Besonders geglänzt hat Cero Blue TN bei dem finalen Auftritt unter dem Fremdreiter Philipp Hartmann, wo er mit viel Abdruck Einstellung und Vermögen demonstrierte. Die Plätze zwei und drei bei den Vierjährigen belegten die Holsteiner Verbandshengste Dubliner und Cahil. Letzterer, Körsieger seines Jahrgangs, hatte von der Souveränität der Körung doch etliches eingebüßt, zeigte sich recht spannig und über Teile der Prüfung unbalanciert und unzufrieden. Sieben der 15 Prüflinge schafften Endnoten von 8,0 und besser; der Durchschnitt betrug demnach 8,02.

Bei den fünf- und sechsjährigen Pferden konnte von einer Ausschöpfung der Notenskala keine Rede sein. Und wenn sie noch so maulig, wehrhaft und unrittig daherkamen (und das war teilweise schon extrem!), gab es immer noch 7,4 als schlechteste Rittigkeitsnote. Mangelnde Balance und Kreuzgalopp fielen nicht ins Gewicht, und das „Schönreden“ seitens der Jury, hier durch Hubert Uphus, glich fast einer bzw. mehrerer Märchenstunden. Zumindest in Teilen sollte der Richterkommentar schon noch zu dem passen, was sich da gerade in der Bahn abgespielt hat. Ein Notendurchschnitt von 8,31, wobei nur zwei Hengste überhaupt im 7er Bereich landeten (und das noch weit oberhalb der ehemaligen Bestehensgrenze von 7,5), führt jedweden Anspruch auf Selektion bei diesem Prüfungsmodell ad absurdum.

Am Ende stand bei den älteren ein Holsteiner ganz vorn, und zwar Diamant de Casall, ein Sohn des Diamant de Semilly aus der Vollschwester der Holsteiner Vererberlegende Casall (v. Caretino-Lavall I-Raimond-Korenbleem xx, Stamm 890, Z.: Manfred von Allwörden, Grönwohld). Auch ein Hengst mit einer besonderen Geschichte, denn der Holsteiner Verband hatte ihm 2018 die Körzulassung verweigert. Westfalen hatte ihn daraufhin quasi „mit Kusshand“ nicht nur genommen, sondern auch gekört, und nun gehört der in jeder Phase sympathisch auftretende Braune der Gripshöver GbR, vor Ort präsentiert durch Philipp Winkelhaus. Zweiter war der Schimmel Classico TN (v. Cornet Obolensky) von der Station Nijhof, gefolgt vom Holsteiner Verbandshengst United Way (v. Uriko). Fremdreiter bei den Fünfjährigen war Reinhard Lütke-Harmann.

Insgesamt acht Söhne des Cornet Obolensky waren angetreten, und bei aller Wertschätzung, die die Profis diesem Blut entgegenbringen, machte so recht keiner von ihnen Appetit auf „losreiten und wohlfühlen“. Mehrdutzendfach sind die Nachkommen des Cornet Obolensky nun schon stets vielgepriesen auf den weniger werdenden deutschen Hengststationen aufgetaucht und es war in vielen Fällen ein „Kommen und Gehen“, nicht zuletzt resultierend aus dem satten Überangebot. CS

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