Westfalens rote Baroness
Westfalen rockt die Reitpferdechampionate: Nach Feine Bella bei den Vierjährigen gab es auch bei den dreijährigen Stuten und Wallachen einen Westfälischen Start-Ziel-Sieg: Die Siegerstute 2021 und amtierende Westfalen-Championesse, Baroness Bibi (v. Benicio-Don Romantic-Likoto xx-Rouletto-Frühlingsball-Pilot) aus der Zuchtstätte Ottmann in Saerbeck (vgl. ZÜCHTERFORUM Ausgabe 7/2021) verteidigte unter Bianca Nowag ihre führende Position aus der Qualifikation und legte sogar noch etwas zu: 9,1 lautete die Endnote. Platz zwei ging nach Hannover: Der Millennium/T.-Sohn Moonlight wurde mit 8,7 unter dem Sattel von Marie Sybel Zweiter, wobei das mehrfache Wegspringen in der Finalprüfung offenbar keinen Niederschlag fand (Ausbildungsnote 8,5). Bei aller Rücksicht auf das jugendliche Alter der Pferde offenbarte dieser Millenium/T.-Sohn ein eher dünnes Nervenkostüm. Auch das Gebäude des fraglos wunderschönen, aber doch eher weiblich wirkenden Wallachs hat sich in der Warendorfer Championatsluft steigern können: Aus 9,0 in der Qualifikation wurden 9,5 im Finale. Kein Einzelfall übrigens.
Bronze (8,6) holte die rundherum sympathische Oldenburger Dunkelfuchsstute Escala Gold OLD (v. Belissimo M-Rohdiamant) mit Nele Lübbehusen. Gleich zwei hannoversche Nachkommen aus seinem ersten Jahrgang konnte der Vielfach-Champion Secret ins Warendorfer Reitpferdeviereck entsenden: Zum einen den Viertplatzierten Sedamo (M. v. Dancier) mit Anne Maria Kleemann und auf Rang sechs den braunen So Dynamic (M. v. Welser) unter Kira Görens-Ripphoff. Auf Rang fünf (8,4) schob sich der braune Hannoveraner Wallach Quelindo (v. Quantensprung-Werlindo) mit dem immer etwas blass wirkenden Jacob Schenk zwischen die beiden Secret-Söhne, dem Peter Olsson, der mit Tim Koch und Dr. Carsten Munck die Prüfung gerichtet hatte, eine „noch“ etwas weiche Fesselung attestierte. Eine Fesselung kann sich nicht verfestigen oder stabilisieren, eher ist zu befürchten, dass eine weiche Fesselung mit zunehmendem Alter deutlicher sichtbar wird. CS