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Montag, 06.12.2021 um 16:33

Schwarze Wolken an Holsteins Horizont

Erneut Verwerfungen im Vorstand des Verbandes
© honorarfreie Nutzung des Bildes

Im März 2021 wurde durch Delegiertenentscheid der neue, fünfköpfige Vorstand, bestehend aus Hinrich Romeike, Dr. Max Slawinski, Dieter Feddersen, Harm Sievers und Inken Gräfin Platen-Hallermund gewählt. Seitdem drangen immer wieder Hinweise an die Öffentlichkeit, dass sich die Arbeit im neuen Vorstand durchaus auch problematisch gestaltete. Immer wieder deutete sich eine gewisse Lagerbildung mit verfestigten Fronten an. Nun ist der zweite Beisitzer, Harm Sievers mit sofortiger Wirkung zurückgetreten. Der Holsteiner Verband veröffentlichte dazu folgende Pressemitteilung, heute um 15.58, mit folgendem Wortlaut:         

Harm Sievers tritt aus dem Vorstand zurück

(Elmshorn/Kiel) Harm Sievers hat sein Amt als Beisitzer im Vorstand des Verbandes der Züchter des Holsteiner Pferdes mit sofortiger Wirkung niedergelegt.

„Die Entscheidung ist mir schwergefallen“, so der Tasdorfer, der im März auf der Delegiertenversammlung gewählt worden war. Jedoch sehe er in der aktuellen Konstellation des Vorstands nicht die gewünschten Möglichkeiten, sich einzubringen. Die Zusammenarbeit im Vorstand entspräche nicht seinen Vorstellungen. Er hoffe, dass seine Entscheidung zu konstruktiven Diskussionen innerhalb des Verbandes führe. Der Erste Vorsitzende des Holsteiner Verbandes, Hinrich Romeike, bedauert Sievers’ Entscheidung: „Wir verlieren einen Mann mit außerordentlichem Fachwissen, der unserem Vorstand fehlen wird, aber ich respektiere seine Entscheidung. Der Vorstand bleibt – auch zu viert – arbeits- und entscheidungsfähig“, betont Romeike. Eine Neubesetzung der nun vakanten Position als Beisitzer wird per Wahlverfahren anlässlich der Delegiertenversammlung im Frühjahr 2022 erfolgen.

Was bei der Betrachtung der veröffentlichten Pressemitteilung auffällt, ist vor allem, dass sie das Rücktrittsschreiben von Harm Sievers, dass dieser per Mail an die Geschäftsführung versandte und das zunächst dem Rest-Vorstand und den Körbezirksvorsitzenden zur Kenntnis gelangte, doch recht selektiv zitiert. So wird Harm Sievers etwa mit dem Satz zitiert: Die Zusammenarbeit im Vorstand entspräche nicht seinen Vorstellungen. In der Rücktrittserklärung, die unsere Redaktion heute gleich aus mehreren Quellen erreicht hat, wird jedoch weiter konkretisiert, dass es Harm Sievers an diesem Punkt um Vorstellungen von Vertrauen und gegenseitigem Respekt in der Vorstandsarbeit gegangen sei. Darüber hinaus weist Harm Sievers weiter darauf hin, dass es nicht nur durch die kontrovers geführte Diskussion um die Nachfolgeregelung von Norbert Boley als Geschäftsführer der Hengsthaltungs GmbH zu einer dauerhaften Belastung der Vorstandsarbeit kam, die auch dazu führte, dass eine (mutmaßlich konstante - Anm. d. Redaktion) Mehrheit des Vorstandes letztendlich immer ihre Vorstellungen durchgesetzt hat. Vielmehr habe sich bei ihm das Gefühl eingestellt, dass es in letzter Zeit nie die Chance eines Konsenses im Vorstand, auch bei anderen Themen gegeben habe. Auch erklärt Harm Sievers das er in dieser Konstellation keine Chance sehe sich weiter einzubringen, was ja theoretisch ein weiteres Einbringen in veränderten Konstellationen nicht ausschließen würde.

Knapp zwanzig Minuten nach der ersten Pressemitteilung folgte dann eine zweite Pressemitteilung mit identischer Headline aber verändertem Wortlaut. In dieser Version wird der Kontext von Harm Sievers bemängeltem Defizit an Vertrauen und Respekt innerhalb des Vorstandes erwähnt, die weiteren Punkte bleiben auch hier, unerwähnt. Ein Hinweis, warum so kurz aufeinander, zwei Pressemitteilungen mit unterschiedlichem Wortlaut zu ein und der selben Headline erfolgen, etwa ein Verweis auf einen Fehler oder eine Erklärung für das teilweise Fehlen von Inhalten in der ersten Version, findet sich nicht.

Man kommt nicht ganz umhin sich zu fragen, ob nicht die Keimzelle des Problems bereits in der Wahl der Vorstandsmitglieder durch die Delegierten begründet liegen könnte, die sich im März mit ihrem Wahlentscheid in einigen Personalfragen deutlich über die Ergebnisse des vorgeschalteten Mitgliedervotums hinweggesetzt hatten.                                        S.B.

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