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Mittwoch, 11.05.2022 um 19:02

Schlussstrich in Verden

Hannoveraner Delegiertenversammlung votiert klar gegen Regressforderungen
© honorarfreie Nutzung des Bildes

In Verden trafen sich heute die Delegierten des Hannoveraner Verbandes zu einem wahren Mammutprogramm. Vormittags wurden die Coronabedingt, noch offenen Fragestellungen des Geschäftsjahres 2020 verhandelt, während sich am Nachmittag die Fragen und Entscheidungen bezüglich des Jahres 2021 auftaten.

Die Fragestellung die die Delegierten des Verbandes dabei zu treffen hatten mit der wohl weitreichendsten Wirkung, dürfte die Frage nach eventuellen Regressforderungen gegen ehemalige und aktuelle Offizielle des Hannoveraner Verbandes dargestellt haben. Im Nachgang der arbeitsrechtlichen Auseinandersetzungen mit dem ehemaligen Geschäftsführer und Zuchtleiter, Dr. Werner Schade und den Verwerfungen um den Verkauf des Hengstes Dario, stand die Frage unverändert im Raum. Während sowohl mit Dr. Schade als auch mit der norwegischen Käuferin von Dario, Frau Kristin Andresen die Verfahren durch Vergleiche abgeschlossen und weitere Forderungen daher ausgeschlossen sind, galt dies bis heute nicht für einige Verbandsvertreter. Das Präsidium hatte zur Klärung der Frage unter anderem Rat durch einen Juraprofessor eingeholt um die eventuellen Erfolgsaussichten beleuchten zu lassen. Neben ähnlich lautenden Urteilen weiterer Juristen, wurden diese eher gering eingeschätzt. Noch schwerer wog vermutlich die Aussicht auf das Entstehen einer unendlichen Geschichte, mit langwierigen, kostenintensiven und kraftzehrenden Prozessen, die vermutlich von unerfreulicher öffentlicher Außenwirkung flankiert würden. Die Delegierten entschieden sich heute somit äußerst deutlich gegen die Aufnahme von Regressansprüchen gegen den Gesamtvorstand aus dem Jahr 2019, das aktuelle Präsidium mit Aufsichtsrat und Geschäftsführung, sowie gegen den ehemaligen Verbandspräsidenten, Herrn Hans-Henning von der Decken. Auch die noch ausstehende Entlastung von Geschäftsführung und Vorstand für die zur Diskussion stehenden Zeiträume zwischen 2019 und 2020 erfolgte, so dass dieses unleidliche Kapitel der Hannoveraner Verbandsgeschichte nun endgültig geschossen wurde.

Ebenfalls von Interesse waren mehrere Wahlen, so wurde zum neuen Aufsichtsratsvorsitzenden Herr Henning Schmidt gewählt. Herr Henrik Hüsker wurde in seinem Amt als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender bestätigt. Helmut Bäßmann folgt nach dem Delegiertenvotum auf Harald Thelker als Präsidiumsmitglied für Züchterbindung. Harald Thelker hatte nicht wieder kandidiert. Nach Unstimmigkeiten und verbandsinternen Diskussionen um das Präsidiumsmitglied Matthias Klatt im Nachgang der letztjährigen Herwart-von-der-Decken Schau, stellte sich dieser einer Vertrauensabstimmung, nachdem ein Antrag auf Abberufung vorlag. Matthias Klatt hatte an der Schau als Richter fungiert, die spätere Schausiegerin war kurz vor der Schau in seinem Betrieb vorrübergehend trainiert worden. Besonders auch die Aufarbeitung dieser Umstände hatte sich zunächst in die Länge gezogen. Die Bewertung der Zusammenhänge wurde durchaus kontrovers aber offen und respektvoll diskutiert, letztlich stimmten die Delegierten mit 52% zu 47% gegen eine Abberufung. Generell brachten die Delegierten Aufsichtsrat, Präsidium und Hauptamt einen großen Vertrauensbonus entgegen, besonders Geschäftsführer Wilken Treu durfte sich dabei in verschiedenen Abstimmungen über traumhafte Zustimmungswerte freuen und dies nicht grundlos. Gemeinsam mit dem gesamten Team war es ihm gelungen den Verband ausgesprochen positiv durch die nun wirklich nicht leichten zwei Jahre der Pandemie zu steuern. Besonders für das Geschäftsjahr 2021 ließ sich somit ein sehr positives Wirtschaftsergebnis von fast 490000,- Euro für den Hannoveraner Verband verbuchen. Somit dürfte das Kapitel „Vergangenheitsbewältigung“ nun tatsächlich im Jubiläumsjahr des Hannoveraner Verbandes, der 2022 sein 100-jähriges Jubiläum feiern darf, abgeschlossen sein. Weitere Details zu den beiden Delegiertenversammlungen lesen Sie in der Ausgabe 6 des Züchterforum.                        S.Bischoff

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