CHIO: Deutsche Springreiter gewinnen Nationenpreis
Nach einem vielversprechenden Auftakt im ersten Umlauf, nach dem die Mannschaft um Otto Becker gleichauf mit den Eidgenossen aus der Schweiz lag, sollte sich im zweiten Umlauf nochmal einiges ändern. Allerdings nicht für das einheimische Team, die behielten ihre Spitzen-Position bei. Mit lediglich fünf Fehlerpunkten gewann die deutsche Equipe, vor den Belgiern mit acht Punkten auf Rang zwei. Die Briten brachten ebenfalls acht Punkte ins Ziel, waren aber einen Tick langsamer unterwegs und wurden daher Dritter. Die Schweizer kamen mit einem Fehlerpunkt aus dem ersten Umlauf, im zweiten schlugen dann weitere 17 Punkte zu Buche. Bitter, denn damit wurden sie Vierter.
Als erste deutsche Starterin hatte Jana Wargers im Sattel des Holsteiners Limbridge (v. Limbus-Cambridge, Z.: Ralf Pawlowski) die Spiele eröffnet. Lediglich einen Zeitstrafpunkt brachten die 30-jährige Springreiterin der Ahsford Farms im belgischen Bocholt und der 13-jährige braune Hengst aus dem ersten Umlauf mit. Im zweiten Umlauf kam eine Stange hinzu, nachdem Limbridge gleich zu Beginn des Kurses ein Eisen verloren hatte, war der Sohn des Limbus etwas unsicher geworden auf dem nassen Rasen der Aachener Soers, zögerte etwa am großen Wassergraben, wie die Reiterin im TV-Interview im Anschluss erzählte.
Als zweites deutsches Paar ging Christian Kukuk mit dem belgischen Hengst Mumbai (v. Diamant de Semilly – Nabab de Reve, Z.: De Moerhoeve) an den Start. Nach zwei ärgerlichen Fehlern auf der Schlusslinie des ersten Umlaufs, fand das Paar der Beerbaum Stables im zweitem Umlauf zu beständiger Klasse zurück und lieferte eine wichtige Nullrunde.
Janne Friederike Meyer-Zimmermann zauberte mit dem belgischen Wallach Messi van’T Ruytershof (v. Plot Blue-For Pleasure, Z.: Stal 't Ruytershof BVBA) zwei hervorragende Nullrunden in den Parcours und besiegelte damit den deutschen Sieg. Die Europameister Andre Thieme und DSP Chakaria, Brandb., v. Chap-Askari, Z.: Martin Jürgens) lieferten ebenfalls eine Nullrunde, im zweiten Umlauf mussten sie gar nicht mehr an den Start gehen, da die Konkurrenz gepatzt hatte und der Sieg den Deutschen bereits sicher war.
Ein genauerer Blick lohnt sich auch in die Aufstellung der zweitplatzierten belgischen Equipe. Zu dieser zählten Nicola Philippaerts und Katanga V/H Dingeshof (BWP v. Cardento – Tornedo FCS), Wilm Vermeir und Iq van het Steentje (BWP v. Toulon – Kannan) sowie Jérome Guery im Sattel des Holsteiner Hengstes Quel Homme de Hus (v. Quidam de Revel – Candillo, Z.: Dr. Andreas Kosicki) und Gregory Wathelet und Hengst Nevados S (v. Calvados Z – Romualdo). (akb)