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Samstag, 03.12.2022 um 20:55

Der Kaiser aus den Niederlanden

Trakehner Hengstmarkt: Tag Drei
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40 Hengste – und damit mehr als in den Vorjahren – waren zum 60. Trakehner Hengstmarkt zugelassen, 34 traten an, 13 erhielten ein positives Körurteil, fünf wurden prämiert. 

Der zum Siegerhengst erkorene Dunkelbraune Kaiser's Erbe (v. Easy Game-Van Deyk-Gajus-Gunnar, Fam. O210A Kastanie, Z.: A. J. M. aan de Stegge, Enter/NL) ist seines Zeichens Dreiviertelbruder des "verunglückten" Siegerhengstes Kaiser Milton und dessen gleichfalls gekörten Vollbruders Kavalli, war nach Meinung der Körkommission die Spitze eines "ausgezeichneten Hengstjahrgangs", wie Körkommissar Dr. Hans-Peter Karp vor der Presse konstatierte. "Kaiser's Erbe hat uns vom ersten Tag an begeistert!" Für 170.000 Euro wurde er von Auktionator Hendrik Schulze-Rückamp zugeschlagen.

Begeisterungsstürme entfachte auch der zweitrangierte Rockingham (v. Saint Cyr-Kaiser Wilhelm-Tuareg-Seeadler, Fam. O314 Renette, Z.: Mathias Kley, Gotha), der seitens des Publikums bei jedem Auftritt frenetisch gefeiert wurde. Ein echtes Kraftpaket, mit ganz viel Power, drei guten Grundgangarten und respektablen Möglichkeiten auch am Sprung. 87.000 Euro war der Steigpreis.

Nicht nur prämiert, sondern auch mit mehreren Sonderpreisen bekränzt wurde der braune Belun (v. Nathan de la Tour AA-Sarafan-Verdenas-Hamlet Go, Z. u. B.: Simone u. Frank Schönbeck, Neunkirchen-Seelscheid), die außerdem den Dr.-Eberhard-von-Velsen-Zerweck-Gedächtnispreis, der obligate Sonderpreis für den Züchter des besten gekörten Halbbluthengstes erhielt (Kunstdruck des Vollblüters Stan the Man xx vom Künstler Klaus Philipp), zum anderen die Prämie von 1.000 Euro für den besten Springhengst des Jahrgangs, der laut Zuchtleiter seit der Vorauswahl eine enorme Entwicklung genommen hat. Stolze 72.000 Euro wurden hier angelegt.

Zum Prämienlot gehörte auch der großrahmige Dezember-Sohn Tanzfürst, Schimmel wie sein Vater und von vornehmer Machart und Herkunft: Die hoch prämierte Mutter Tanzmusik (v. Herzruf-Grafenstolz-Hohenstein I, Fam OT17A1 Tatiana) lieferte beim Züchter Donatus Landgraf von Hessen (Hessische Hausstiftung, Panker) bereits einen gekörten Sohn. Das Quintett der Prämienhengste beschloss der Rappe Elektric Spirit (v. Ivanhoe-Schwarzgold-Hohenstein I-Schwadroneur, Fam. O65A1 Eurydyka, Z. u. B.: Annegrete Jacbsen, Skibby/DK), klar als Vertreter des Vaterhauses Millennium erkennbar.

Gekört wurden weiterhin Söhne der Hengste Duke of Hearts xx, Banderas, Finckenstein, Freiherr von Stein, Ivanhoe, Kentucky, Millennium und Zauberdeyk.

Einer der drei aufgetriebenen Dezember-Söhne (M. v. Kentucky-Brioni) wurde nach vollständig absolviertem Körprozedere vor der Körentscheidung zurückgezogen, offenbar gab es unterschiedliche veterinärmedizinische Auffassungen über die Beschaffenheit der Hoden.

Ein jüngerer Hengst (v. Imperio-Van Deyk-Tuareg), der laut Geburtsdatum (16. 06. 2020) noch nicht körfähig bzw. startberechtigt war, hatte sich um die Zulassung zur Körung beworben. Wenn man weiß, dass die Nachkörung ohne Vorauswahl, sondern lediglich per Anmeldung erfolgt (da sind die Trakehner im Allgemeinen froh um jeden, der kommt), dann war dieser Auftritt ebenso unsinnig wie überflüssig. Gleichwohl war der Hengst von erlesener Qualität und dürfte ohne Probleme zum Kreise der Gekörten gehört haben. Verbandsvorsitzender Dr. Norbert Camp erklärte die Details: "Es waren zunächst mehrere Interessenten, die diese Bühne nutzen wollten, auch zum Zwecke der Vermarktung. Dann hat sich das auf dieses eine Exemplar reduziert und der Besitzer wollte letztlich nicht mehr verkaufen!"

Nie zuvor war die Ausbeute so international: Nicht nur, dass der Sieger aus den Niederlanden kam, auch Hengste aus Finnland und mehrfach aus Dänemark sowie Österreich und der Schweiz wurden in Neumünster gezeigt und durchaus auch in mehreren Fällen gekört. Ebenso ist der Beschickeranteil aus Ostdeutschland mit 14 Kandidaten inzwischen erfreulich hoch. Reichlich Luft nach oben gab es bei den mit Bild dargestellten Kandidaten im Körkatalog. Die in aller Regel durchaus ansprechend getroffenen Pferde standen vor teils gruseligen Hintergründen, sprich Grünspan, Staub, albern drapierten Blümchen, Hindernisteilen, Gittern, Brettern und ähnlichem Geraffel. Das war noch nie so auffallend negativ wie in diesem Jahr.

Als bester Vorführer wurde der erfolgreiche Jungzüchter Raffaele Lucano mit dem 300-Euro-Scheck des ZÜCHTERFORUM geehrt.

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Dressurchampionat: Quartett komplett

Ganze vier Paare gaben sich zum diesjährigen TSF-Dressurchampionat ein Stelldichein. Diese allerdings zeigten durchweg überzeugende Leistungen. Den Sieg (74,08 %) holte mit etwas Vorsprung der zehnjährig Rapphengst Kalimero (v. Hibiskus-Münchhausen, Z. u. B.: Ines Eisold, Ahrensfelde) mit Natalie Soujon im Sattel. Auf Rang zwei (73,58 %) folgte der zehnjährige braune Wallach Kampino (v. Elfado-Herzruf, Z.: Annette Kleinfeld, B.: Hans-Peter Kleinfeld, Selent) mit Christina Ellendt. Rang drei (69,33 %) ging an den achtjährigen Braunen Pettersson (v. Hirtentanz-Maizauber, Z.: Hans Wickenbrock, Langenberg) und die stellvertretende Trakehner Körkommissarin Leonie Bramall. Timo Kemmerer und die erst siebenjährige braune Stute Infinity (v. Zauberlord-King Arthur, Z.: Pius Harlacher, Oberhausen-Rheinhausen, B.: Ann Kathrin Kemmerer, Wiesental) mit beschlossen mit 61.63 Prozent die Platzierung. Alle vier Teilehmer dieses Kür-Finales waren zwei Tage zuvor in der Qualifikation zu sehen. Als Richter fungierten Ulrike Zobel (Trittau), Wolfgang Schierloh (Trittau) und Peter Olsson (Oldenhütten). CS

Den ausführlichen Bericht zu Körung lesen Sie in der ZÜCHTERFORUM-Ausgabe 1/23.

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