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Freitag, 16.12.2022 um 12:30

Glamourdale siegt zum Auftakt der London International Show

Starke Auftritte der Hengste im Kurz-Grand-Prix zum Auftakt der Weltcup-Etappe von London.
© honorarfreie Nutzung des Bildes

Nachdem Charlotte Fry und ihr elfjähriger Lord Leatherdale-Negro-Sohn bei der diesjährigen WM in Herning Doppel-Gold holten, meldeten sie sich nun in der Weltcup-Etappe im Rahmen der London International Show zurück und das mit einem ordentlichen Ausrufezeichen. Die Beiden begannen schon mit einer weltmeisterlichen Grußaufstellung und danach jagte ein Höhepunkt den anderen. So punkteten sie unter anderem mit toll kreuzenden Trabtraversalen, ausdrucksstarken Passagen und Galoppverstärkungen sowie Serienwechseln, die in ihrer Bergauftendenz kaum zu übertreffen waren. Besonders die Piaffen und auch Galopppirouetten zeigten sich im Vergleich zu den Vorstellungen in Herning nochmals verbessert. Die Piaffen überzeugten auf der Stelle und aktiv abfußend. Auch die Galopppirouetten zeigten sich in ihrem Durchsprung verbessert, wobei Glamourdale aus der ersten Galopppirouette nicht ganz optimal rauskam. Schon im Jahr 2014 hatte der lackschwarze Lord Leatherdale-Sohn das erste Mal auf sich aufmerksam gemacht und avancierte zum Siegerhengst der KWPN-Körung. Der Hengst stammt aus der Zucht von Joop Rodenburg und steht im Besitz von van Olst Horses. Vor seinem WM-Titel bei den „Senioren“ hatte sich Glamourdale unter dem Sattel von Charlotte Fry schon im Jahr 2018 den Titel bei den Weltmeisterschaften der siebenjährigen Dressurpferde in Ermelo gesichert. Damals gab es für den Galopp, der noch heute zu einer seiner Highlights zählt, die Traumnote 10. Im gestrigen Kurz-Grand Prix durften sich die 26-Jährige und der bildhübsche Hengst mit 84 Prozent über eine neue persönliche Bestleistung freuen.

Auf dem zweiten Platz folgte Gareth Hughes mit seiner routinierten KWPN-Stute Classic Briolinca (78,2 Prozent). Die 16-jährige Trento B Tochter aus dem Besitz von Familie Hughes überzeugte mit sehr viel Gleichmaß und punktete besonders in der Passage, die auch mit der Note 10 belohnt wurde. Das Podium wurde von einem weiteren Hengst komplettiert. Franziskus FRH sicherte sich nach seinem zweiten Weltcupsieg in Stuttgart nun in London Platz drei. Der Hannoveraner-Hengst von Fidertanz-Alabaster (Z.: Elisabeth Albers, B.: Wilhelm Holkenbrink) zeigte sich unter Reitermeisterin Ingrid Klimke weiterhin verbessert und punktete sich mit einer tollen Anlehnung, schön kreuzenden Trabtraversalen, ausdrucksstarken Verstärkungen und Piaff-Passage-Touren sowie gut zentrierten Galopppirouetten zu einer neuen persönlichen Bestleistung von 75,4 Prozent. Dabei schlichen sich in den Einerwechseln noch Fehler ein und in die erste Piaffe kam der 14-jährige Hengst nicht ganz ideal rein. Helen Langenhanenberg und ihre Holsteiner Stute Annabelle aus der Zucht und dem Besitz von Günther Fielmann reihten sich mit 74,8 Prozent hinter Franziskus FRH und Ingrid Klimke ein. Hans-Peter Minderhoud und der nach einer zehnmonatigen Turnierpause wieder zurückgekehrte KWPN-Hengst Glock`s Dream Boy rangierten auf Platz fünf (73,4 Prozent).

Heute Abend wird es sicherlich spannend werden, wenn es vor vollen Zuschauerrängen um den Weltcup-Sieg von London geht. (msb)
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