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Freitag, 20.01.2023 um 19:29

Übergrößen, Überlängen, Überraschungen und Überflieger

In München wurden heute die Körentscheidungen verkündet
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Der Freitag in München war der Tag der Kör-Entscheidungen: Von den 45 im Körkatalog verzeichneten Kandidaten traten 43 in München an. Gekört wurden letztlich 21 Kandidaten, abstammend von den Hengsten Bon Courage, Dream Boy, Escamillo, Falihandro, For Romance I, Fürst Samarant (3), Meridian, Morricone I, Revolution, Secret, Sezuan, Si Senor M, Toto Jr., Vaderland, Valverde, Vitalis und Viva Gold (3), Überraschungen, Übergrößen und Überlängen inklusive.Aber es gab auch den absoluten Überflieger: Das aus DSP-Sicht alles überstrahlende Pferd war der schwarze Sohn des Meridian (M. v. Fidertanz-Donnerhall-Freiherr-Adrian-Waidmannsheil-Duellant, Z. u.B.: Volkmar u. Heike Schadock, Heideblick-Wehnsdorf). Ein schon an der Longe fulminanter Auftritt, faszinierend in Typ und Qualität aller drei Grundgangarten.Vergeblich wartete man bei einigen Hengsten auf den Hinweis des definitiv vorhandenen Schweiftoupets, wie er in den Vorjahren jeweils erfolgt ist. Insgesamt sah man wenig Schritt, die schwungvollen Grundgangarten oft im durchschnittlichen Bereich, schwache Fundamente und lange, weiche Fesseln, kurz: wenig künftige Vatertiere von überzeugender Klasse, von denen man sich vorstellen konnte, sie zur Verbesserung der Dressurpferdezucht einzusetzen. Positiv anzumerken ist der Umstand, dass bei jedem Hengst zusätzlich zum Züchter und Aufzüchter auch der jeweilige Hengstausbilder auf der Anzeigetafel mit eingeblendet wurde. 
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35 der 37 ausgewählten Springhengste traten vor Ort an. Gekört wurden schließlich 21, eine ziemlich inflationär anmutende Anzahl, u. a. Söhne von Alaba, Cabrio van de Heffinck, Canoso, Chacco Blue, Cicero Z, Comme il faut NRW (2), Cornado I, Cornet de Semilly (2), Cullinan du Borget, H.Cornet's Boy, Hardrock Z, James Blue, Karajan, Manchester van't Paradijs, Mumbai van de Moerhoeve, Nixon van't Meulenhof, Tangelo van de Zuuthoeve, Varihoka du Temple und Zinedream.In Richtung Siegerhengst könnte man sich mit der DSP-Brille u. a. die Söhne von Comme il faut (der Schimmel), Cullinan du Borget und James Blue vorstellen. Sehr gute Leistungen lieferten von den Vertretern anderer Zuchtgebiete etwa die Söhne von Alaba und Nixon van't Meulenhof in München ab.Ein Kompliment ist der Mannschaft in der Bahn zu zollen, die unter Leitung von Wolfgang Arnold einen Super-Job geleistet hat. Nicht mehr als dreimal fiel die Stange am finalen Oxer.Am Ende fehlt noch ein Wort zu den gesalzenen Eintrittspreisen: Morgens 20 Euro, nachmittags 20 Euro und abends bei Bedarf nochmals 30 Euro, macht pro Tag und Person 70 Euro. Das ist definiv kein Pappenstiel. CS
Fotos: Bischoff
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