Königsdisziplin mit internationaler Herkunft
Am zweiten (langen) Tag der Holsteiner Körtage stand die Königsdisziplin, das Freispringen, auf dem Programm. Geleitet wurde das Freispringen in diesem Jahr erstmals von Alexandra Bitter, die seit langen Jahren zum Holsteiner Team in Elmshorn zählt und am finalen Oxer einen guten Job verrichtet hat. Achtmal fiel über den Tag verteilt der Oxer der Reihe, und um es auf den Punkt zu bringen: Nie zuvor waren es weniger Hengste als 2023 (63) und nie hat sich das Freispringen der Holsteiner Körung vor ungewohnt leeren Rängen derart zäh in die Länge gezogen. Nämlich soweit, dass die für 18 Uhr geplante nachfolgende Springprüfung mit anderthalbstündiger Verspätung starten konnte. Dabei waren Highlights ziemlich rar gesät, aber dennoch zu finden, als da beispielsweise wären Coastline v. Caretino, Colcannon II v. Cornet Obolensky, Coolness v. Casall, Cornet Superstar v. Cornet' Quaprice, Diamantado v. Diamant de Semilly, Deventer II v. Denver, Dwayne v. Diarado, Quel Mexx v. Quel Homme de Hus, Uncas II v. Uriko und Viete v. Van Gogh.
Zwei Hengste wurden im Laufe des Tages aus dem Körprozedere zurückgezogen. Übergrößen gab es in diesem Jahr erstmals in auffälliger Zahl in Holstein: Zweimal 1, 73 Meter, zweimal 1,74 und einmal gar 177 Zentimeter. Diese Hengste übersteigen am Anfang des dritten Lebensjahres deutlich das Zuchtziel. Illuster war die Liste der Beschicker: Sie kamen aus allen Gegenden Deutschlands, ferner aus der Ukraine, der Slowakei und der Schweiz, den USA und den Vereinigten Arabischen Emiraten, Peru, Spanien, Polen und Dänemark.
Unglücklich war die Ehrung der Holsteiner Erfolgszüchter am Ende der Mittagspause vor nicht einmal halb voller Halle. De Ehrungen im Einzelnen präsentieren wir in der Printversion der Ausgabe 3/2023. CS