Hans Eberhard Schneider verstorben
Traurige Nachrichten gibt es aus Framersheim zu vermelden, Hans Eberhard Schneider ist am Karfreitag im Alter von 87 Jahren verstorben. Der passionierte Trakehner Züchter war zudem ein hocherfolgreicher Ausbilder, selber bis zur schweren Klasse im Sattel und als langjähriger Turnierrichter aktiv. Als Ausbilder prägte er den reiterlichen Lebensweg seiner Tochter, Deutschlands Olympia-Reiterin Dorothee Schneider, maßgeblich wie nachhaltig. Auch seinem Sohn, Dr. Theo Schneider hat er die Begeisterung für die Pferde mitgegeben. Selbst als Landwirt zunächst als Betriebsleiter der Staatsdomäne Mechtildshausen in Hessen tätig, wechselte die Familie später nach Framersheim und in die Selbständigkeit. Hier wurden über Jahrzehnte erfolgreiche Trakehner Sportpferde gezüchtet und erhielten etliche Trakehner – oft Hengste – ihre reiterliche Ausbildung. Züchterisch war die Geburt des Hengstes Van Deyk sicher einer der bedeutendsten Momente im züchterischen Leben von Hans Eberhard Schneider, selbstgezogen, ein Halbblüter vom in Framersheim aufgestellten Patricius xx und das erste und dazu selbstausgebildete Grand-Prix Erfolgspferd von Tochter Dorothee Schneider. Bis zu seinem Tode im Jahr 2018 blieb Van Deyk 34 Jahre im Hause Schneider und war längst eine echte Institution. Auch der Muttervater der aktuellen Weltcupsiegerin Dalera, der Schimmel Handryk, stammt aus der Zucht des Hans Eberhard Schneider. Darüber hinaus sind etliche Namen von Trakehner Hengsten über ihren reiterlichen oder züchterischen Weg mit dem Namen von Hans Eberhard Schneider verbunden. Etwa der, des Ibikus-Sohnes Kastilio, mit dem Hans Eberhard Schneider das Championat von Wiesbaden im Jahr 1977 gewinnen konnte. Sowohl in der Trakehner Zucht, als auch in verschiedenen Institutionen der Reitausbildung, wie etwa der Organisation Xenophon war Hans Eberhard Schneider aufgrund seiner außerordentlichen Expertise stets ein geschätzter und wertvoller Ankerpunkt. Eine echte Persönlichkeit, die fehlen wird.