Easy Game lebt nicht mehr
Mit 20 Jahren ist der Trakehner Hengst Easy Game v. Gribaldi-Schwadroneur (Z.: Flip Willemsen, B.: Joop van Uytert) eingegangen. Auf der Körung 2005 in Neumünster wurde Easy Game von der Hengststation van Uytert aus dem niederländischen Heerewarden, wo auch der Vater Gribaldi zu Weltruhm aufstieg und dem Gestüt Tasdorf in Schleswig-Holstein ausgestellt. Er versprach hinsichtlich seiner Aufmachung und der erstklassigen Qualität aller drei Grundgangarten durchaus großes Potenzial. Prämiert wurde er nicht. Zunächst wurde er in Tasdorf aufgestellt. Er absolvierte 2006 den 30-Tage-Test mit überdurchschnittlichen Bewertungen in Prussendorf und war 2007 unter Mareike Peckholz und Hannes Lütt fünfmal in Reitpferdeprüfungen platziert, kam allerdings nie über Platz drei hinaus. Zur Vervollständigung des Leistungsnachweises wurde der 70-Tage-Test in Schlieckau erforderlich, welchen er mit einem durchschnittlichen Ergebnis absolvierte. Nach Ablauf der Decksaison 2009 ging Easy Game in die Niederlande zum Mitbesitzer Joop van Uytert, wo er 2010 zunächst ausschließlich reiterlich gefördert wurde und in der „leichten Tour“ (Prix St. Georges, Intermédiaire I) mehrfach siegreich war. 2011 stand er dann erstmals den niederländischen Züchtern zur Verfügung, und ähnlich dem Beginn des Deckeinsatzes in Tasdorf war auch hier der erste Jahrgang der stärkste.
Züchterisch genutzt wurde Easy Game in stets überschaubarem Rahmen. Seine wohl bekannteste Tochter stammt aus dem ersten Jahrgang: Es ist keine geringere als Olympiasiegerin TFS Dalea BB unter Jessica von Bredow Werndl. Aber auch Dinja van Liere’s Hermes ist ein Sohn des Easy Game. In den FN-Erfolgsdaten werden sechs gekörte Söhne geführt, allen voran der Hauptvererber Millennium, der seinerseits schon auf 78 gekörte Söhne verweisen kann, aber auch Honorè du Soir sei an dieser Stelle erwähnt, der aus seinem ersten Fohlenjahrgang gleich den Trakehner Siegerhengst 2018 Kattenau stellen konnte.
In der ZÜCHTERFORUM-Ausgabe 7/21 finden Sie mehr Informationen zu Easy Game – hier hat Claus Schridde den Trakehner Hengst ausgiebig porträtiert.