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Sonntag, 06.08.2023 um 16:35

In eigener Sache!

Stellungnahme und Richtigstellung zu einem Facebook Post von Herrn Hans Richelshagen
© honorarfreie Nutzung des Bildes

Es kommt nicht oft vor, dass sich ein Redaktionsmitarbeiter in eigener Sache an Sie, verehrte Leserinnen und Leser wendet, heute erscheint mir dies allerdings unumgänglich.

In dem Sozialen Netzwerk Facebook, hat Herr Hans Richelshagen einen Post veröffentlicht, in dem er sich auf ein vorheriges Telefonat bezieht, das ich mit Herrn Richelshagen im Zuge meiner Recherche zu dessen Platzverweis vom Verdener Turnier führte. Dazu muss ich im Folgenden einige Richtigstellungen vornehmen: Der Facebook Post erweckt den Eindruck ich habe Herrn Richelshagen telefonisch kontaktiert um ihm meine persönlichen Erlebnisse auf dem Verdener Turnier zu schildern. Dazu wird das Stilmittel der wörtlichen Rede genutzt und das auf unkorrekte Weise. Korrekt ist, dass ich Herrn Richelshagen telefonisch kontaktierte um ihn in beruflichem Kontext zu den Vorgängen um seinen Platzverweis zu befragen. Im Zuge meiner beruflichen Sorgfaltspflicht ist es dabei gelebte, gute Berufspraxis die Beteiligten soweit möglich zu befragen. Dieser Kontext war Herrn Richelshagen dabei zu jeder Zeit bewusst. Erst im weiteren Verlauf des Telefonats erwiderte ich auf eine Nachfrage von Herrn Richelshagen ich sei doch vor Ort gewesen, in einem Randgespräch das ich am Vortag aufgefordert wurde, meinen Foto-Arbeitsplatz zu verlassen. Keinesfalls wurde ich vom Turnierplatz verwiesen, es war meine Entscheidung, da ich mich aufgrund der vor Ort bestehenden Bedingungen an der weiteren Arbeit gehindert sah, das Turnier zu verlassen. Ich will dabei an dieser Stelle nicht verhehlen, dass ich die Entscheidung mich von dem Arbeitsplatz zu verweisen, bis jetzt weder nachvollziehen kann, noch dass ich mich nicht darüber geärgert hätte. Worüber ich mich allerdings am meisten Ärgere, bin ich Selber. Dass ich mich in dem Telefonat mit Herrn Richelshagen zu dieser unbedarften Äußerung und Erfahrungsbericht habe hinreißen lassen, ärgert mich zutiefst. Ich wusste ja, wer mein Gegenüber ist. Das dieser erkennbar persönliche Teil des Gesprächs umgehend in der Öffentlichkeit landete und das auf eine, die Wahrheit verzerrende, bzw. unkorrekte Art und Weise darf mich also nicht überraschen. Die Tatsache, dass Herr Richelshagen mich im Zuge unseres Gesprächs intensiv auf das Thema Quellenschutz in der journalistischen Arbeit hinwies, auf den er sich gerne berufen wollte, sei hier nur am Rande erwähnt.

Fakt ist, ich hatte auf dem Verdener Turnier als Fotograf ein unschönes Erlebnis. Wie alle meine persönlichen oder beruflichen Probleme werde ich dieses Erlebnis, wenn ich es für notwendig erachte mit den direkt Beteiligten reflektieren. Vor allem sehe ich keinerlei Zusammenhang oder gar Ähnlichkeiten zum Platzverweis vom Turniergelände das Herrn Richelshagen gegenüber ausgesprochen wurde. Jeder Versuch aus meinem, persönlichen Erlebnis einen Angriff auf die Pressefreiheit konstruieren zu wollen verbietet sich und erscheint mir lächerlich. Mehr noch, der Vorwurf ist ein derart schwerwiegender, dass ich ihm deutlich widersprechen möchte. Trotz jahrelanger, teilweise sehr kritischer und auch nicht immer sehr bequemer Berichterstattung über die verbandspolitischen Vorgänge in unterschiedlichsten Verbänden, gewähren mir Diese unverändert freien Zugang zu ihren Veranstaltungen und pflegen ein professionelles und wertschätzendes Umgangsverhältnis mit mir, wie es zwischen Medienvertretern und Denen über die berichtet wird, angemessen erscheint. Dazu gehört auch eine wertschätzende Kommunikation, die sich auch dadurch ausdrückt, dass eine langjährige, engagierte Mitarbeiterin wie es beispielsweise Frau Kaiser beim Hannoveraner Verband ist, mit ihrer korrekten Berufsbezeichnung angesprochen wird. Sie ist Assistentin der Geschäftsführung, eine unverhohlen misogyne Herabwürdigung als „Vorzimmerdame“ hat in einer solchen Kommunikation aus meiner Sicht keinen Platz.

Was meine berufliche Tätigkeit als Berichterstatter in Wort und Bild in einem monatlich erscheinenden Fachmedium mit dem Betrieb eines privaten Social-Media Accounts gemein haben soll, erschließt sich mir ebenfalls in keiner Weise. Die Standards hinsichtlich journalistischer Sorgfaltspflicht, Verantwortung und Wahrung von Persönlichkeitsrechten Dritter unterscheiden beide Tätigkeitsfelder zumindest nach meiner Wahrnehmung gravierend. Die Bezeichnung „Kollege“, die Herr Richelshagen in seinem Post mir gegenüber verwendet, erzeugt bei mir ein Unbehagen. Ich suche mir meine Kolleginnen und Kollegen gerne selber aus und freue mich wenn Diese den Status erwidern.  Menschen, die ich als Kollegen bezeichne, weisen sich in ihrem Verhalten eher durch soziale Kompetenz, Empathie, wertschätzende Kommunikation, verantwortliche Berufsausübung und sicheren, charakterlichen Fokus aus. Was Herr Richelshagen in seiner Zusammenfassung unseres Telefonats komplett unterschlägt, ist der eigentliche Grund meines Anrufs bei ihm, sein Platzverweis vom Verdener Turnier, aufgrund seiner Kommentierung von Richtern und Teilnehmern, der geschätzt 90 % unseres Telefonats einnahm. Das Gespräch mit mir und mein persönliches Erlebnis eignen sich in keiner Weise um mich nun als vermeintlichen Leumundszeugen zu instrumentalisieren.Stephan Bischoff

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