Eivissa schafft die Doublette
Mit hohen Vorschusslorbeeren ging die Vorjahressiegerin der Dreijährigen und Siegerin der 2023er Qualifikation, die dunkelbraune Westfalenstute Eivissa (v. Escamillo-Wolkentanz I-Sir Donnerhall I-Wachhorst-Carprilli-Ehrenfried, Westf. Stamm 218/Addi von Preußisch Ströhen, Z.: Katharina Hadeler, Rahden, B.: Bernadette Brune) unter dem Sattel von Jessica Lynn Thomas ins diesjährige Finale und ließ von der ersten Sekunde keinen Zweifel daran aufkommen, dass sie den Titel für sich beansprucht. Sie präsentierte sich wie von einem anderen Stern, spielte sozusagen einer eigenen Liga, und stand wie ein Denkmal, als ein deutlich ergriffener Dr. Carsten Munk die Bewertungen verkündete: "So etwas sehen wir auch nicht alle Tage, auch nicht beim Bundeschampionat." Und er verteilte Komplimente sowohl an die Stamm-Reiterin Jessica Lynn Thomas als auch an die Fremdreiterin Carina Scholz, die alle acht Finalisten sehr gefühlvoll vorgestellt hat: "So möchten wir junge Pferde präsentiert sehen!"
Für Trab, Galopp und Ausbildung inclusive Fremdreiternote gab es die Maximalnote 10, im Geäude die 9 und im Schritt 8,5. Und lange ist es her, dass ein Bundeschampion auf dem Reitpferdeplatz so frenetisch gefeiert worden ist. Mehrfach gab es spontanen Szenenapplaus während der Vorstellung, und jede Note wurde separat beklatscht.
Mit 0,8 (!!!) Abstand folgte an zweiter Stelle (8,7) die dunkelbraune Trakehner Stute Luxusliebe II (v. Freiherr von Stein-Singolo-Herzensdieb-Inster Graditz, Z. u. B.: Andreas Wezel, Burgkirchen) wurde präsentiert durch Wiebke Hartmann-Stommel, die für Schritt, Ausbildung und Gebäude die 9,0 erhielt.
Bronze (8,6) ging an den bedeutend aufgemachten braunen Rheinländer Vitalis-Sohn Voundation, dessen Mutter Frau Pigge Vollschwester des bekannten Vererbers Foundation (v. Fidertanz-De Vito-Andiamo-Waldhorn, Hann. Stamm 376/Paninka, Z. u. B.: Rhenania Pferde GmbH, Essen) ist.
Rang vier (8,4) ging an die faszinierende Trakehner Schimmelstute Biennale (v. Hofrat-Heuberger-Suchard-Anduc, Trak. Stamm O344 Sylvia, vgl. Familienbande ZÜCHTERFORUM 8/2023, S. 58-63, Z.: Monika Mittermayer, Schwielochsee), der die Tage in Warendorf wohl etwas in den Knochen steckten. Mit durchgehend 8,0 in den Grundgangarten blieb sie unter ihren Möglichkeiten, jeweils 9,0 gab es für Ausbildung und Gebäude.
Den fünften Platz (8,2) teilten sich der großlinige Hannoveraner Fuchs Bo (v. Benicio-Londonderry-Weltmeyer-Legat-Maifürst, Z. u. B.: Dr. Dirk u. Eva Maria Fey, Hamminkeln) mit Ellen Bruun und der kalibrig-stabile, braune DSP-Württemberger Freddy Q. de Luxe (v. Fürst Romancier-Lord Sinclair I-Compliment-Diu Star xx) unter Sabrina Geßmann, gefolgt von der aus einem ursprünglich lettischen Mutterstamm gezogenen DSP-Zweibrücker Stute Fine Farina R (v. Fürst Toto-Fürst Romancier-Wild Dance) mit Irene Weber (8,1) und dem großrahmigen schwarzen DSP-Württemberger Dante's Sunrise (v. Dante Weltino-Fürstenball-Worldly I-Gardez-Western Star-Diplomat) mit Ines Fleischmann (8,0). CS