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Sonntag, 03.09.2023 um 14:30

Warendorf: Enges Kopf-an-Kopf-Rennen bei den Siebenjährigen

Diafys OLD wird Bundeschampion der siebenjährigen Pferde.
Diafys OLD sichert sich den Titel bei den siebenjährigen Dressurpferden. | Foto: Equitaris  /  © honorarfreie Nutzung des Bildes

Spannender hätte sich das Finale der siebenjährigen Dressurpferde wohl kaum gestalten können. Im vergangenen Jahr wurde die Altersklasse der siebenjährigen Dressurpferde auf den  Bundeschampionaten aufgenommen. Zwei Dressurpferdeprüfungen der Klasse S stehen hierfür auf dem Programm, wobei es sowohl die aus Reitpferde- und Dressurpferdeprüfungen bekannten Einzelnoten gibt, aber auch eine Technik-Note in Prozent vergeben wird. Auch in diesem Jahr wurde das Angebot gut angenommen. Vielmehr bestachen die siebenjährigen Dressurpferde in der Breite mit enorm hohem Niveau. 17 Paare traten im Finale an und stellten sich den Urteilen den kritischen Augen von Knut Danzberg, Michael Hubrich und Elke Ebert. Am Ende trennten sich die Podestplätze nur um einen Wimpernschlag und Diafys OLD (DeLorean – D-Day,m Z.: Lena Nyström, B.: Frederike Feldhaus) trabte im wahrsten Sinne des Wortes zum Titel. Der Oldenburger setzte unter dem Sattel von Stefanie Wittmann gleich in der Trabtour Ausrufezeichen. Hohe Gleichmäßigkeit, aktives Abfußen und fließende Seitengänge führten im Trab zu einer 8,8. Für eine noch höhere Note wünschten sich die Richter in den Verstärkungen noch mehr Aktivität in der Hinterhand. Der Schritt zeigte sich sicher im Takt, könnte jedoch noch mehr durch den Körper fließen (8,2). Der Galopp überzeugte mit gutem Druchsprung und toller Bergauftendenz, was mit einer 8,7 belohnt wurde. In der Durchlässigkeit führten die zahlreichen Höhepunkte, wie die fließenden Seitengänge und die Galopppirouetten mit hoher Lastaufnahme zu einer 8,5. Hier musste ein kleiner Abstrich gemacht werden, da Diafys die einzelnen Wechsel teilweise mit hoher Kruppe sprang. Alles in allem geriet aber auch Kommentatorin Nicole Nockemann ins Schwärmen: „So viel Schmelz und positive Einstellung für seine Aufgabe belohnen wir im Gesamteindruck mit einer glatten 9,0“. Am Ende standen 86,4 Prozent in der Note für Qualität und Perspektive. Hinzu kam 75,7 Prozent in der technischen Note, was in Summe 81,078 Prozent ergab. Es scheint so, dass sich Diafys OLD auf dem Warendorfer Viereck wohlfühlt. Schon im vergangenen Jahr hatte er sich im Finale der sechsjährigen Dressurpferde Platz vier gesichert und auch in der Finalqualifikation hatte sie ganz vorne gestanden.

Wenn man über knappe Entscheidungen spricht, dann kann man das heutige Finale nennen. Der Westfale Valencio (Viva Westfalia – Saltimbanco, Z.: Willi Ottmann, B.: Franz-Georg Ottmann) unter dem Sattel von Florine Kienbaum reihte sich mit 81,075 Prozent auf dem zweiten Platz ein. Auch dieses Paar brillierte in puncto Harmonie und Losgelassenheit, was Nicole Nockemann bestätigte: „Der Applaus kommt zurecht. Das war pure Harmonie und Losgelassenheit“. Nach einer sehr ausbalancierten und gleichmäßigen Trabtour (8,4) und einem fleißigen Schritt mit gutem Übertritt (8,5) folgte mit der Galopptour eines der Highlights ihrer Prüfung. Hier punkteten die beiden vor allem in Hinsicht Durchsprung, Bergauftendenz und gleichmäßiger Grundbewegung, was mit einer 8,8 belohnt wurde. Aufgrund des durchgehend schönen Seitenbilds mit großer Zufriedenheit und der schon hohen Lastaufnahme bewerteten die Richter die Durchlässigkeit mit einer 8,8. Auch im Gesamteindruck stand die glatte 9,0, was in Summe 87 Prozent ergab. Hinzu kam die technische Note von 75,1 Prozent. Der Hannoveraner Funrise (Flanell – Bretton Woods, Z.: Home of Stallions, B.: Marina Henkel) unter dem Sattel von Tessa Frank machte es zum Abschluss noch einmal spannend und reihte sich mit 80,6 Prozent auf dem Bronzerang ein. Dabei erzielte er in der Trabtour die Tageshöchstnote von 9,5, was Nicole Nockemann folgendermaßen erläuterte: „So viel Gleichmaß, Dynamik und Schmelz – hätte man Szenenapplaus zugelassen, hättet ihr ihn erhalten“. Hinzu kamen im Schritt und im Galopp eine 7,8 und 8,5 sowie eine 8,7 in der Durchlässigkeit und eine 9,3 im Gesamteindruck, was 87,6 Prozent ergab. In der technischen Note standen 73,7 Prozent. (msb)

 

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