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Freitag, 08.09.2023 um 14:17

Pferde auf Zuchtbetrieb in Hamm beschlagnahmt

Insgesamt 28 Pferde aufgrund unhaltbarer Zustände von den Behörden in Obhut genommen
Insgesamt 28 Pferde wurden am Montag in Hamm auf behördliche Anordnung hin beschlagnahmt. Foto: Szkudlarek  /  © honorarfreie Nutzung des Bildes

Erneut erschüttert ein Fall von tierschutzrelevanter Pferdehaltung das Bundesland Nordrhein-Westfalen. Am Montag wurden unter der Leitung des Ordnungsamtes der Stadt Hamm auf einem Zuchtbetrieb in Hamm insgesamt 28 Pferde, darunter wie verschiedene Medien berichten auch zwei Fohlen beschlagnahmt. In einem Bericht des Westfälischen Anzeigers vom 07.09. 2023 wird der Ordnungsamtsleiter Jörg Wiesemeier zitiert mit den Worten: „Die Tiere waren total verwahrlost und haben knöcheltief in ihrem eigenen Mist gestanden“. In dem Artikel des Westfälischen Anzeigers schildert der Ordnungsamtseiter weiter, erst am Montagmorgen dieser Woche sei dem Ordnungs- und dem Veterinäramt entsprechendes Bildmaterial zugespielt worden, das die Zustände auf dem Pferdezuchtbetrieb dokumentiert hätte. Der Eindruck vor Ort hätte sich dann noch schlimmer als nach den Fotos zu vermuten gewesen wäre dargestellt. Offenbar war unter anderem besonders der Ernährungszustand der Pferde zu beanstanden. Weiter äußert sich der Amtsleiter in der Presse, immerhin habe man keinen Abdecker hinzuziehen müssen. Neben dem Westfälischen Anzeiger hatten auch der WDR, Radio Warendorf und Top Agrar über die Räumungsaktion berichtet. Zuvor war es in Nordrhein-Westfalen bereits zu mehreren Beschlagnahmen aufgrund tierschutzrechtlicher Vorwürfe gekommen, zuletzt in Kamp-Lintfort und Selm aufgrund von Vernachlässigung. Im Februar 2023 war zudem ein Pferdehaltungsbetrieb in Oelde geräumt worden, aufgrund von mutmaßlichen Misshandlungen von Pferden.

Die Redaktion hat sich bemüht per Telefon und E-Mail mit dem Inhaber des nun in Hamm betroffenen Pferdezuchtbetriebes Kontakt aufzunehmen. Auch erste schriftliche Fragen haben wir übermittelt, allerdings bisher ohne Reaktion. Zudem haben wir uns den weiteren Beteiligten, den Ämtern und Institutionen mit Fragen zu den Vorfällen zugewandt. Sobald wir Antworten oder weitere Erkenntnisse in diesem Fall erhalten, werden wir weiter berichten.   S.B.

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