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Montag, 06.11.2023 um 15:16

Martin Richenhagen verlässt Stiftung Deutscher Pferdesport

Bedenken zum Umgang mit den Themen Compliance und Corporate Governance bei der FN
Martin Richenhagen spart nicht mit Kritik am Generalsekretär der FN. Foto: Lafrentz  /  © honorarfreie Nutzung des Bildes

Mit einer E- Mail hat Prof. Dr. h.c. Martin Richenhagen gegenüber der Stiftung Deutscher Pferdesport mitgeteilt, dass er mit sofortiger Wirkung von seinem Amt als Sprecher des Stiftungsrates zurücktritt und auch seine Mitgliedschaft in der Stiftung beendet. Als Grund gibt der in den USA bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 2020, erfolgreiche CEO des global agierenden Unternehmens AGCO, „grundsätzlich substantiell unterschiedliche Auffassungen im Bereich Compliance und Corporate Governance“ an. Doch auch Bedenken hinsichtlich der aktuellen Performance des FN-Generalsekretärs klingen an. So verweist Martin Richenhagen im direkten Gespräch auf die wirtschaftliche Situation der FN und auch die Entwicklungen um das Ende der Sponsorentätigkeit durch das Unternehmen Fendt, das zum AGCO-Konzern gehört, bzw. deren Unausweichlichkeit, lassen nach seinen Aussagen durchaus Fragen zu. Hintergrund der aktuellen Entscheidung von Martin Richenhagen ist eine Rundmail des Generalsekretärs der FN, Sönke Lauterbach, mit der Dieser alle Mitarbeiter der FN in Kenntnis gesetzt hatte, dass er sich in einer persönlichen Beziehung mit der Justiziarin der FN befände. Martin Richenhagen sieht hier einen Interessenkonflikt und klaren Verstoß gegen Regeln der Corporate Governance, also die Grundsätze einer verantwortungsvollen Unternehmensführung, wie sie weltweit in bedeutenden Unternehmen eigentlich an der Tagesordnung sind. Üblicherweise gelten enge, persönliche Beziehungen zwischen Führungspersonen besonders bei einem hierarchischen Gefälle, etwa im anglo-amerikanischen Raum in Unternehmen generell als inakzeptabel. In dem Umstand, dass der Generalsekretär der FN nun mit der Justiziarin der FN eine persönliche Verbindung eingegangen sei, sieht Martin Richenhagen einen schwerwiegenden Verstoß gegen Compliance Regeln. „Ich möchte nicht, dass mein Name mit einer derartigen Unternehmenskultur in irgendeiner Form in Verbindung gebracht werden kann.“ sagt Martin Richenhagen dazu im direkten Gespräch.

Prof. Dr. h.c. Martin Richenhagen war nicht nur als einer der ganz wenigen Deutschen Manager CEO eines maßgeblichen US-Unternehmens. Darüber hinaus war er Initiator und Chairman der deutsch-amerikanischen Außenhandelskammer. Er ist seit seiner Jugend Reiter, war selber im Sattel bis zur schweren Klasse unterwegs und langjährig als internationaler Dressurrichter tätig. Im Jahr 2008 war Martin Richenhagen Equipe-Chef der deutschen Dressurmannschaft.

Die Stiftung Deutscher Pferdesport, vormals Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport, ist eine selbständige, fördernd tätige Stiftung des privaten Rechts mit Sitz in Warendorf. Sowohl durch etliche, der handelnden Personen, als auch die Strukturen der Stiftung, ist ihre große Nähe zur FN unübersehbar. So residiert die Stiftung laut Impressum nicht nur unter der FN-Adresse, sie führt auch eine Telefonnummer auf, die offensichtlich über die FN-Telefonanlage läuft.

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