Sonntag, 17.12.2023 um 18:20

Sieger für’s NRW-Landgestüt

Holsteiner Körung:Finale
Die Holsteiner Körung 2023 ist Geschichte. Foto: Beelitz

Die Holsteiner Körtage 2023 in Elmshorn haben Maßstäbe gesetzt, und das in vielfacher Hinsicht: Von 47 vorgestellten Hengsten erhielten 22 ein positives Körurteil, sieben von ihnen wurden prämiert. Als Siegerhengst proklamierte die Kommission den dunkelbraunen Corroniolo (v. Corniolo-Cassini I-Cantus-Landgraf I-Capitol I-Fantus, Stamm 104 a, Z.: Hans Otto Krohn, Marne; B.: Tjark Witt, Friedrichskoog). Er wurde in der anschließenden Auktion für 180.000 Euro an das NRW-Landgestüt Warendorf zugeschlagen. „Ein Hengst, der uns von Anfang an imponierte, ultramodern aufgemacht mit einem tollen Seitenbild. Am Sprung überzeugte er ebenfalls vollends mit schnellen Reflexen, Übersicht und unbegrenztem Vermögen – ein würdiger Siegerhengst.“ Zum ersten Reservesieger avancierte Uluru (v. Uricas van de Kattevennen-Cormint-Calypso II-Royal Wash xx-Colibri-Falkenberg, Stamm 4965, Z.: Caroline Kröger, Wakendorf; B.: Manfred von Allwörden, Grönwohld). 107.000 Euro war der Reservesieger seinen neuen Besitzern aus Italien wert.

Zweiter Reservesieger wurde der braune Keystone (v. Keaton-Quinar-Corofino I-Lenz-Corporal-Mahmud-Roman-Heidgraf, Stamm 3401, Z.: Margit Petersen, Sollwittfeld; B.: Hengststation Sollwitt und Thomas Petersen, Sollwittfeld). Vier weitere Hengste wurden prämiert: Chancay (v. Chinchero-Sir Shutterfly-Calido I-Ramiro-Wendekreis-Gotthard-Pregel/T., Hann. Stamm 758/Piroschka bzw. Nilata, Z.: André Eppinger, Vellahn, E.: Kai Thomsen, Büsumer Deichhausen) sowie Cornetan (v. Cornet’s Balou-Kannan-Chello I-Capitol I-Sable Skinflint xx-Figaro-Heissa, Stamm 2554, Z. u. B.: Josef Fischer, Bad Griesbach), Kantato (v. Keaton-Casall-Cassiano-Contendro II-Cor de la Bryère-Landgraf I-Ronald-Moltke I-Ramzes AA, Stamm 104 a, Z.: Manfred Birchler, Bilten/SUI) und United Pleasure (v. United Way-For Pleasure-Cancara-Calido I, Stamm 2067, Z.: Rita Siebke-Baasch, Sarzbüttel, B.: Vitor Frias, Aveiro/POR).

Doch den Spitzenpreis von 490.000 Euro erzielte ein nicht prämierter Hengst, nämlich Chin Grey (v. Chinchero-Colestus-Contender-Landkaiser-Perser xx-Ester II-Wöhler, Hann. Stamm 1155, Z.: Christoph Zimmermann, Pinneberg), der 2024 Station bei Sven Völz in Bienenbüttel beziehen wird. Den Zuschlag für diesen hochinteressanten Hengst erhielt in einem hitzigen Bieterduell schließlich Kent Farrington, der mit Chin Greys Mutter Greya aktuell von Erfolg zu Erfolg springt, jüngst in Genf (SUI) oder auch Toronto (CAN).

Das VDL Stud sicherte sich für 78.000 Euro den aus belgieschem Stamm (BWP-Prestatiestamm 100) gezogenen Magnus von der Söhr (v. Manchester van’t Paradijs-Comme il faut-Kannan-For Pleasure, Z.: Christian Schröder, Bargteheide). Bezeichnend war, dass alle fünf Vertreter fremder Stutenstämme gekört wurden, darunter Chancay, Chin Grey und Magnus von der Söhr. 15 gekörte sowie nicht gekörte Hengste wurden zu einem Durchschnittspreis von rund 82.600 Euro versteigert.

Reitpferde-Auktion:

Optimus Prime kostet 133.000 Euro

Hochzufrieden schloss das Holsteiner Auktionsteam auch die Reitpferde-Auktion ab: Für 133.000 Euro wechselte Optimus Prime (v. Ogano Sitte-Connor-Cassini II-Lacapo, Stamm 1223, , Z.: Hauke Paulsen, Immenstedt) in Schweizer Besitz – ein langbeiniger Sportler, der hohe Begehrlichkeiten aus dem In- und Ausland zu wecken wusste und bereits Springpferdeprüfungen gewonnen hat. Bei einem Gebot von 70.000 Euro fiel der Hammer von Auktionator Hendrik Schulze-Rückamp bei Crazy Boy Greenhills v. Cascadello I-Clinton I-Calvados II-Tumbled xx, Z.: Marcin Gerke, Bukowiec/POL). Der Schimmelhengst dominierte in seiner Heimat Polen die Jungpferdeprüfungen und wird seine Karriere zukünftig in Großbritannien fortsetzen. Im Schnitt kosteten die sieben Reitpferde rund 50.600 Euro.

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