„Weit von der Praxis entfernt“
„Bereits vor zwei Jahren habe ich als Vorsitzender des Aufsichtsrats der Stiftung Deutscher Pferdesport auf ernste Strukturprobleme hingewiesen, dass ich aus den USA mehr inhaltliches Wissen zur FN habe, beweist, wie weit das Präsidium von der Praxis entfernt ist.“ Mit diesem Kommentar hat jetzt FN-Kritiker Martin Richenhagen, der sich derzeit in den USA aufhält, auf das lange Interview reagiert, das die Redaktion der Pferdesport-Magazine der MatthaesMedien mit FN-Finanzkurator Gerhard Ziegler geführt hat.
Den Vorwurf, seine Kritik sei unsachlich, weise er entschieden zurück, so Richenhagen.
In dem Interview hatte der Ditzinger Wirtschaftsprüfer und frühere baden-württembergische Landesverbandspräsident unter anderem erklärt, er habe Martin Richenhagen in seiner 20-jährigen Phase als Funktionär nie persönlich kennengelernt. Woher dieser seine guten Verbandskenntnisse nach innen und außen hat, erschließe sich ihm nicht.
Dies lasse auf ein gutes Maß an Ignoranz schließen, entgegnet Richenhagen und zählt seine Funktionärsämter auf: „Persönlich war ich lange Jahre Obmann der Bonner Studentenreiter, Vorsitzender und Gründer des akademischen Reitclub Bonn, Vorsitzender des Deutschen Akademischen Reiterverband, Dressur-Equipechef, internationaler Richter, Vorstandsmitglied Berlin-Brandenburg, Ausrichter und Erfinder des Bonner Dressurfestival, Bereiter FN, Dressurreiter LK2 und Inhaber eines großen Reitstalls.“
Außerdem habe er sich nie um das Amt des FN-Präsidenten beworben. Allerdings: „Es gab immer wieder Leute, die das wollten, wie Ludger Beerbaum, Paul Schockemöhle, Peter Hoffmann, Theodor Leuchten, Isabell Werth und viele andere.“