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von Mona-Sophie Wieland am Donnerstag, 05.09.2024 um 18:23

Warendorf: Qualifikation der sechsjährigen Dressurpferde

Zwei „Spaßmobile“ tanzen zum Sieg.

Baccabundus führte bei den HKM Bundeschampionaten die erste Abteilung der sechsjährigen Dressurpferde an.  /  © LL-Foto

Auch für die sechsjährigen Dressurpferde stehen nun die direkten Finalisten fest. Dabei wurde das Starterfeld heute durch eins geprägt: Lockerheit, Losgelassenheit, beeindruckende Bewegungsmechaniken und vor allem eins, Spaß am Dressursport.

An die Spitze der beiden Abteilungen setzten sich zwei echte „Spaßmobile“, die wohl nicht nur den Zuschauern Spaß, ja regelrechten Dressurgenuss schenkten. Die Rede ist von Baccabundus (v. Blue Hors Baron – Dimaggio) unter dem Sattel von Jerome Schneiders. Während es im vergangenen Jahr für den Wallach aus der Zucht von Gudula Vorwerk-Happ noch nicht fürs Finale gereicht hatte, klappte heute so gut wie alles. In der Trabtour überzeugte Baccabundus mit einem sehr federnden Grundtrab, der durch hohe Taktsicherheit und Leichtfüßigkeit ergänzt wurde. Belohnt wurde die leichtfüßige Trabtour mit einer 8,5. Der Schritt zeigte sich groß und mit viel Raumgriff. Heute kam der Wallach noch nicht zum optimalen schreiten durch den Körper. Dennoch ein qualitätvoller Schritt, der verdient mit einer 8,6 belohnt wurde. Auch die Galoppade konnte an den positiven Eindruck der beiden anderen Grundgangarten anknüpfen und präsentierte sich geschlossen, gut ins Bergauf springend bei guter Selbsthaltung (8,4). Ein echtes Highlight bildeten die gut ins Bergauf gesprungenen und sicheren Galoppwechsel, die zusammen mit dem stets schönen Seitenbild in der Durchlässigkeit zu einer glatten 9 führten, eben ein echtes Spaßmobil. So stand auch in der Note für die Perspektive diese Traumnote. In Summe machte dies eine tolle 8,7 und der Sieg in der ersten Abteilung. Die zweite Abteilung wurde von Veuve Clicquot (v. Vitalis – Fürst Heinrich) unter dem Sattel von Lars Ligus angeführt. Der sympathische Wallach aus der Zucht von Josef Bramlage präsentierte sich als typischer Vitalis und bestach dementsprechend im Trab mit hoher Taktsicherheit und beeindruckender Bewegungsdynamik (besonders in der Vorhand). Wenn man etwas meckern wollte, konnte man die Aktivität der Hinterhand teilweise ankreiden. Das Hinterbein konnte nicht immer mit der Bewegungsdynamik der Vorhand mithalten (8,4). Der Schritt zeigte sich sicher geregelt, wobei der Hannoveraner im Verlauf der Schrittdiagonalen zu einem immer besser werdenden Schreiten kam (8,0). Im Galopp setzte sich die hohe Taktsicherheit aller drei Grundgangarten fort. Die gut ins Bergauf angelegte Galoppade begeisterte auch durch ihre Lockerheit, die sich in den sicheren und qualitätvollen Galoppwechseln widerspiegelte (8,4). Dementsprechend wurde der Wallach in der Note für die Durchlässigkeit mit einer 8,7 belohnt. Bei dieser Note spielte sicherlich auch die hohe Harmonie, Losgelassenheit und tolle Anlehnung eine Rolle. In der Note für die Perspektive vergaben die Richter eine 8,7, was zu einer Endnote von 8,4 führte. Auch Veuve Clicquot begeisterte heute als echtes Spaßmobil!

An zweite Stelle reihte sich ein Warendorfer Stammgast ein, oder besser gesagt überzeugte Annika Korte im Sattel ihrer sympathischen Stuten Dheelis (v. Dancier – Sir Donnerhall). Die Stute aus der Zucht von Janne Schäfer kennt man auch schon von den vergangenen Bundeschampionaten. Sie wusste gleich als erste Starterin zu überzeugen und tanzte sich mit einer sehr gleichmäßigen Runde zu einer starken 8,32. Dabei überzeugte die Hannoveranerin mit einer gleichmäßigen und aus dem Hinterbein gut geschlossenen Trabtour (8,6). Der Schritt zeigte sich gut geregelt (8,1), jedoch nicht mit dem größten Übertritt. Der Galopp ist praktisch angelegt und schon gut versammelt (8,0). Das stets zufriedene Seitenbild und die hohe Rittigkeit über die gesamte Prüfung führten zu einer 8,3 in der Note für die Durchlässigkeit. In der Note für die Perspektive vergaben die Richter eine 8,6. In der Endnote stand eine 8,32. Auch Eva Möller durfte sich über die silberne Schleife freuen und reihte sich mit Be Sure (v. Benicio – Scuderia, Z.: Ludwig Fuchs) in der zweiten Abteilung zu Rang zwei. Hervorzuheben ist bei diesem Hannoveraner eindeutig der Trab. Die beeindruckende Trabmechanik, die sich stets gleichmäßig präsentierte wurde mit eine tollen Note von 9,2 belohnt. Der Schritt konnte hier nicht ganz mithalten. Zwar präsentierte sich ein sehr großer Schritt, jedoch im Vorderbein leicht paradierend (7,7). Im Galopp stand eine 8,1 und in der Note für die Durchlässigkeit eine 7,9. In der Durchlässigkeit führte das leichte Verkanten in den Wendungen sicherlich zu Abstrichen. Die Note für die Perspektive von 8,6 komplettierte die Gesamtnote von 8,3. Auch Dries van Dyck und der Oldenburger Debutant PS OLD (v. Deparon – Zonik, Z.: Gestüt Lewitz) erhielten diese Endnote. Bei diesem Paar ist erneut die beeindruckende Trabtour hervorzuheben, welche mit einer 9,2 belohnt wurde. Im Schritt fand der Hengst nicht zur optimalen Losgelassenheit, was zu einer 7,8 führte. Der kompakte Galopp wurde mit einer 8,2 belohnt. Hier und da zeigte sich hier aber eine leicht hohe Kruppe. Ergänzt wurde die Endnote mit den Noten für die Durchlässigkeit (7,8) und die Perspektive (8,5). Auf Platz drei folgten Kira Goerens-Ripphoff mit Sezam (v. Secret – Franziskus, Z.: Jeanette Matthews-Griffiths) und Hannah Laser mit Sky (v. Sezuan – Sir Donnerhall I, Z.: Gestüt Neff/Sandra Grede). Beide Paare erhielten eine 8,28. Auch Thomas Schulze mit Beck’s FRH (8,24), Johanna Wadenspanner mit Gut Wettlkam’s Bowmore OLD (8,22), Jana Marie Thamm mit Fantastica (8,20), Andrea Krehenwinkel mit For Joy (8,20) und Franziska Haase mit Alissimo (8,18).

 

Veuve Clicquot setzte sich an die Spitze der zweiten Abteilung.  /  © LL-Foto

Mona-Sophie Wieland (Redaktionsleitung)

Absolventin des Master-Studiengangs Medien- und Kommunikationsmanagement, unsere Expertin für online und Social Media. Ihr Herz schlägt für Ausbildungs- und Turniersportthemen. Selbst bis zur Klasse S erfolgreich. Seit 2023 agiert sie als Redaktionsleitung.

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