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von Thomas Hartwig am Donnerstag, 21.11.2024 um 10:08

Sönke Sönksen verstorben

Im Alter von 86 Jahren verstarb der erfolgreiche und beliebte Springreiter.

Bis vor wenigen Jahren frönte Sönke Sönksen noch seinem zweiten Hobby, dem Trabrennsport.  /  © Hartwig

Im Alter von 86 verstarb in der Nacht zum 15. November Sönke Sönksen (Versmold), einer der erfolgreichsten und beliebtesten Springreiter der 70er Jahre. Der im schleswig-holsteinischen Mellendorf geborene Landwirtssohn gewann 1975 bei den Europameisterschaften der Springreiter in München auf dem irischen Schimmel-Wallach Kwept Einzelbronze sowie mit dem deutschen Team Mannschaftsgold. Ein Jahr später bei den Olympischen Spielen in Montreal hieß es für das Paar Silber mit der deutschen Equipe. 1978 gewannen Sönksen und Kwept auch die Deutsche Meisterschaft. Insgesamt ging Sönke Sönksen in 25 Nationenpreisen für Deutschland an den Start.

Bereits mit elf Jahren ging Sönksen beim CHIO in Aachen an den Start und gewann 1952 dort mit 14 Jahren eine der Hauptprüfungen. In den 60er und 70er Jahren ritt Sönke Sönksen für den Versmolder Fleischwaren-Unternehmer Werner Stockmeyer, der damals einer der engagiertesten Sponsoren im deutschen Springsport war. 

Nach Ende seiner eigenen Karriere war Sönksen als Honorartrainer von 1992 bis 2001 auch für das Deutsche Olympiade-Komitee für Reiterei (DOKR) in Warendorf tätig. Zahllos sind seine Einsätze als Equipe-Chef der deutschen Springreiter-Mannschaften bei Nationenpreisen in der ganzen Welt sowie als Richter bei internationalen Springturnieren. Mehr als 20 Jahre war er bei den Bundeschampionaten in Warendorf Bereichsleiter der Springprüfungen. 2015 wurde Sönksen von der FN mit dem Deutschen Reiterkreuz in Gold sowie vom Westfälischen Reiterverein anlässlich des Turniers der Sieger mit dem renommierten „Friedensreiterpreis“ ausgezeichnet. 2020 folgte die Ehrung mit dem Meteor-Preis, die jedoch corona-bedingt erst 2022 stattfinden konnte.

Thomas Hartwig (Redaktion)

Freier Pferdesportjournalist, der stets mitten im Geschehen ist und bei seiner Berichterstattung kein Blatt vor den Mund nimmt.

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