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von Claus Schridde am Freitag, 29.11.2024 um 20:11

Ibiza's Highlight ist die Königin

Auswahl zur Trakehner Jahressiegerstute

Jahressiegerin 2024 wurde die auffallende Rappstute Ibiza's Highlight  /  © Lafrentz

14 prämierte Stuten aus dem gesamten Bundesgebiet standen im Katalog zur Auswahl der diesjährigen Jahressiegerstute, und alle 14 gingen auf den Gribaldi-Sohn Easy Game zurück, davon 13 über dessen Sohn Millennium (Gestüt Sprehe bzw. Sächsische Gestütsverwaltung, Landgestüt Moritzburg). Das hatte es so noch nie gegeben, war aber am Ende nach der Entwicklung der letzten Jahre auch irgendwie absehbar. 
Der in Dänemark gezogene Millennium-Sohn Preussen Party hatte mit vier ebenfalls in Dänemark gezogenen Töchtern das größte Kontingent für dieses alljährlich im Rahmen des Hengstmarktes ausgetragene Highlight parat, es folgte Millennium selbst mit drei und die Söhne Helium (2), Freiherr von Stein, His Moment sowie Integer (je eine Tochter).
Die Jury bestand aus dem Oldenburgs Zuchtleiter Peer Eitenmüller, Conni Götsch als Mitglied der Trakehner Stuteneintragungskommission und dem dänischen Gastrichter Johnny Sörensen, die aus den 13 schließlich angetretenen Stuten (alle in dunklen Farben plus eine Schimmelstute) drei besonders herausstellte und abwechselnd kommentierten.
Jahressiegerin 2024 wurde die auffallende Rappstute Ibiza's Highlight (v. Millennium-Montafon-Songline-Connery-Onassis-Karwendelstein-Anteil-Humboldt-Totilas-Eichendorf, Fam. O15A Italia/Scharfetter-Hengstenberg/Kallwischken, Z. u. B.: Tim Vester, Hennef/Rhld.), zuvor Siegerstute der zentralen Stuteneintragung im Zuchtbezirk Rheinland. Tim Vester erhielt die Goldmedaille der Deutschen Reiterlichen Vereinigung und die Bronzeplastik des Hengstes Totialas, der ja direkt im fallenden Mutterstamm der Siegerstute vorkommt. Das Publikum feierte die enorm antrittsstarke Stute frenetisch, so wie jede Stute übrigens mit großem Applaus begleitet wurde. 

Reservesiegerin wurde die fein linierte braune Basilika (v. Preussen Party-Summertime-Camelot-Mahagoni-Persaldo-Ferlin-Inkarnat, Familie O189A Brita, Z.: Tonny Nörgaard Bang, Ryomgaard/DEN). Sie war Siegerin der zentralen Stuteneintragung im Zuchtbezirk Schleswig-Holstein und der "Trakehner Elitetage" im dänischen Vilhelmsborg.
Der I c-Preis ging an die braune Koh-I-Noor (v. Helium-Ivernel-Charly Chaplin-Arogno-Ginster-Auftakt-Stern xx,, Fam. O23A Kordel/zu Dohna-Schlobitten, Z.: Konsortium Rheinfels, Essen; B.: Gestüt Staffelde). Den Endring der besten sechs Stuten erreichten weiterhin Töchter der Hengste Freiherr von Stein, Millennium und Preussen Party.

Bei 70.000 Euro senkte sich der Auktionshammer von Hendrik Schulze-Rückamp für die frisch zur 1. Reservesiegerin in der Konkurrenz zur Jahressiegerstute erkorene braune Basilika  /  © Lafrentz

Trakehner Auktion:
Preussen Party und Schwarzgold stellen Preisspitzen Von hoher Qualität waren die Auktionskollektionen der Trakehner Zuchtstuten und Reitpferde. Im Angebot der Stuten waren zwölf Kanidatinnen, davon drei Töchter des Millennium sowie je zwei Töchter der Hengste Helium und Preussen Party. Bei 70.000 Euro senkte sich der Auktionshammer von Hendrik Schulze-Rückamp für die frisch zur 1. Reservesiegerin in der Konkurrenz zur Jahressiegerstute erkorene braune Basilika (v. Preussen Party-Summertime-Camelot-Mahagoni-Persaldo-Ferlin-Inkarnat, Familie O189A Brita, Z.: Tonny Nörgaard Bang, Ryomgaard/DEN).
Zweitteuerste Offerte war mit 33.000 Euro Die Baronin (v. Helium-Herbstkönig-Gribaldi-Vespucci, Fam. S40 Dolly; Z.: Gerhard Schröppel, Illertissen). Die zwölf Zuchtstuten kosteten durchschnittlich 24.292 Euro (Vorjahr: 16/26.000 EUR).
Teuerstes Reitpferd war mit einem Zuschlagspreis von 45.000 Euro die fünfjährige schwarze Prämienstute Only Solution (v. Schwarzgold-Kaiserdom-Hofrat-Marduc, Fam.O69A Oka/zu Dohna-Schlobitten, Z.: Martina Müller, Fehmarn), die unter dem Sattel brillant inszeniert wurde. Der Vater Schwarzgold (Station Poll-Hörem) ist 2024 Trakehner Hengst des Jahres.
Zweitteuerste Offerte war der sechsjährige braune Wallach Pur und Edel (v. Shapiro-Goldschmidt-Tuareg-Sir Shostakovich xx), der bis zu Dressurpferdeprüfungen der Klasse L siegreich und vielfach platziert war und 40.000 Euro einspielte. Die zehn Reitpferde kosteten durchschnittlich 27.650 Euro (Vorjahr: 14/26.857 Euro).
Eine Trächtigkeit (Vollgeschwister zum Vererber Kenneth) fand für stolze 38.000 Euro einen Interessenten.

 

Claus Schridde (Redaktion)

Zuchtexperte, Fachjournalist, Züchter und Pferdemann durch und durch, mit schier unendlichem hippologischem Fachwissen bereichert er jede ZÜCHTERFORUM-Ausgabe, auch als Richter und „Mikrofon-Stimme“ bestens in der Szene bekannt.

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