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Samstag, 29.03.2025 um 16:33

Freispringwettbewerb in Lippe

Freispringwettbewerb mit Qualifikationen für das Finale in Münster Handorf

"Hashtag Blue", Sieger bei den vierjährigen Pferden, im Besitz von Ronja Schlingheider.  /  © Privat

Mit einem Paukenschlag meldete sich der Freispringwettbewerb in Lippe nach mehr als 10 Jahren zurück. Schon die Vorankündigung zum Revival erregte viel Aufmerksamkeit in der Fachwelt. So waren es namhafte Hengststationen, die sehr gerne wertvolle Deckgeldgutscheine sponserten, Reitsportausrüster, Futtermittelhändler etc. schlossen sich an. Die wertigen Ehrenpreise trugen zu einem sensationellen Nennungsergebnis bei. Aber nicht nur quantitativ war es besonders, auch qualitativ wurde den Richtern und den Zuschauern viel Gutes geboten. 
Die Qualifikationen für das Freispringfinale am 5. April in Münster Handorf erreichten daher eine Vielzahl an Pferden und Ponys. Die Note 8,0 bzw. besser ist der Maßstab für die Qualifikationen bei den Pferden. Für die Ponys gilt die 7,5 und besser. Ermittelt wird diese Note aus dem Mittel zweier Teilnoten für die Manier und das Vermögen. In diese Noten floss dann auch z. B. die Leistungsbereitschaft und die Übersicht der Vierbeiner ein.
Mehr als 60 Pferde und Ponys wurden in die jeweiligen Abteilungen der fünf-, vier- und dreijährigen Pferde und Ponys eingeteilt. Die größte Abteilung bildeten die dreijährigen Pferde, in Summe 25. Das ist ungefähr die gesamte Teilnehmerzahl der Freispringwettbewerbe anderer Kreise im Pferdeland Westfalen. Hocherfolgreich war das Abschneiden aus Sicht der lippischen Aussteller, Besitzer und Züchter. Das waren im Einzelnen: Familie Schlingheider, Familie Köhler/Kirkby, Sina Stehle, Michael Kampmeier, Familie Tito, Johanna Thuß, Walter Reibchen, Inken Meier, Mia Krause, Isabell Mense, Anja Deppenmeier, Ute Scheibig, Luzie Fliege, Marco Dohmeier, Reiner Rethmeier und Julia Fischbach mit ihren Pferden und Ponys.
Die Bewertungskommission, bestehend aus Carsten Lenz und Jan Crome-Sperling, kommentierte die Leistungen der teilnehmenden Pferde mit absolutem Sachverstand und zudem sehr gut nachvollziehbar für die Aussteller und das Publikum. Unter den Zuschauern waren viele hochkarätige Kenner der Szene, die teilweise eine sehr weite Anreise auf sich genommen hatten, wahrscheinlich mit der Hoffnung den nächsten Nachwuchskracher zu entdecken. 
Mit der Ausrichtung des Wettbewerbs hatten sich die Veranstalter, der Verband der Lippischen Pferdezüchter in Kooperation mit der Reitanlage der Familie Schlingheider, viel Mühe gegeben. Zum einem galt es den Prüfungsbereich so pferdegerecht wie möglich zu gestalten und gleichzeitig aber auch den Zuschauern einen einladenden Bereich zu schaffen. Die Gastronomie, die keine Wünsche offenließ, wurde sehr gut frequentiert. Der gemütliche Bereich für das Publikum, lud zum Verweilen ein. Hier kamen alle auf ihre Kosten. Das schöne Fazit am Ende des Tages war viel Begeisterung, Lob, glückliche Verantwortliche und toll herausgebrachte Pferde, die die Anforderungen problemlos absolvierten. 
Die Euphorie aus der Vorbereitungsphase hielt bis zum Ende des Events an. Es sollten wieder mehr positive Signale gesetzt werden, was die Pferdezucht, Aufzucht und Ausbildung betrifft. Diese Begeisterung erreichte auch die Besucher, so gab es spontane Vereinseintritte, Jugendliche, die sich den Jungzüchtern anschließen möchten und auch Sponsorenzusagen für eine nächste Veranstaltung. 
Jetzt gilt es das Level dieses tollen Tages zu halten bzw. zu steigern. Die Motivation bei den Verantwortlichen lässt Gutes hoffen. 

Katrin Herr

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