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von Nele Marie Hörster am Sonntag, 06.07.2025 um 13:00

CHIO Aachen: Siegreiche Hengste in Dressur und Springen

Lillie Keenan (USA) konnte mit Chagrin d'Amour das Finale des Youngster Cups gewinnen.  /  © Lafrentz

Ein mit sportlichen Highlights vollgepackter Samstag erwartete die Reiter, Fahrer und Zuschauer beim CHIO Aachen. Am Vormittag absolvierten die Vielseitigkeitsreiter und Fahrer ihre Geländestrecken und auch im Springstadion ging es heiß her. In der Dressur sorgte ein überragender Zonik Plus unter Justin Verboomen für einen Überraschungssieg.

Ein herausfordernder Marathon warte auf die Vierspänner Fahrer auf der Strecke durch die Aachener Soers. Acht Hindernisse galt es möglichst fehlerfrei und schnell zu absolvieren. Weiter auf seiner Siegeswelle fuhr Boyd Exell auch mit einem überragenden Marathon ins Ziel. Mit seinem Erfolgs Gespann konnte der Australier in jedem Hindernis die Bestzeit aufstellen und hatte mit einer klaren Gesamtzeit von 7:37 Sekunden aus allen Hindernissen den Sieg sicher. Weitere Action mit Spannung gab es auch auf der Geländestrecke bei den Vielseitigkeitsreitern zu bestaunen. 32 Reiter-Pferd-Paare schafften es die Strecke ohne Hindernisfehler zu absolvieren. Bei dem Kampf um die vorderen Plätze kam es also umso mehr auf das Tempo an. Mit 0,40 Zehnfehlern konnte die Neuseeländerin Monica Spencer auf ihrem Englischen Vollblüter Artist ins Ziel galoppieren. Mit dieser Zeit hatten die beiden den Sieg im Cross Country erritten und dazu beigetragen, dass die Mannschaft aus Neuseeland sich über den Gesamtsieg freuen durfte. Ihr Mannschaftskollege Tim Prince konnte mit Vitali nach Platz vier im Gelände den Gesamtsieg feiern.

Im Springstadion entschied sich zunächst der Allianz Preis, ein 5*-Springen mit Siegerrunde. Dieses konnte die Französin Nina Mallevaey mit My Clementine gewinnen. Der beste deutsche Reiter war Rene Dittmer, welcher mit Cody zum vierten Platz ritt. Das anschließende Finale des Youngster Cups konnte nach einem couragierten Ritt im Stechen die US-Amerikanerin Lillie Keenan gewinnen. Ihr Fuchshengst Chagrin d’Amour zeigte nicht nur Mut, sondern Kämpfergeist und flog 20 Millisekunden schneller als der zweitplatzierte Maddox VH Haringvliet mit Ben Maher über die Ziellinie. Mit ihrem Siegesritt setzte Lillie Keenan ein deutliches Ausrufezeichen, was von dem Luxemburger Hengst noch zu erwarten sein wird. Mit Vorstellung wie der gestern, wird er mit Sicherheit jedoch entgegen der Erwartungen seines Namens, nicht für viel Liebeskummer sorgen. Nicht ganz so schnell unterwegs war der beste deutsche Reiter dieser Prüfung. Deswegen reichte es für Jens Baackmann und Zangersheide Hengst Ay Caramba Z schlussendlich für den sechsten Platz.

Premierensieg im Viereck

Justin Verboomen und Zonik Plus überraschen im Grand Prix Special der 5*-Tour mit einem Sieg.  /  © Lafrentz

Für die dressurbegeisterten Zuschauer stand mit dem Grand Prix Special der 5*-Tour bereits ab dem Morgen ein Höhepunkt an. Wahrlich mit einem Boom zeigten Justin Verboomen und der Hannoveraner Hengst Zonik Plus eine beeindruckende Vorstellung. In ihrem erst zweiten Grand Prix Special konnten allen, die sie bis dahin noch nicht auf dem Schirm hatten deutlich machen, dass von dem Paar noch einiges zu erwarten sein wird. Für den erst neunjährigen Hengst ist es die erste internationale Grand Prix Saison. Und für seinen Reiter etwas ganz besonderes, da Verboomen den Rappen selbst ausgebildet hat. Von der Aachener Atmosphäre beflügelt tanzten sie beeindruckend durchs Viereck und wurden vom Richtergremium mit 80,74 Prozent belohnt. Als 28. Von 30 Starterpaaren hatten sie damit die neue Führung sicher. Und mit dieser Wertung auch in Ausrufezeichen für die folgenden Reiter gesetzt. Für Frederic Wandre und Bluetooth OLD, welche folgten, gab es auch eine hohe Bewertung – allerdings nicht ganz so hoch. Mit 77,70 Prozent setzten sie sich vorläufig sowohl hinter Verboomen als auch die Britin Becky Moody, welche mit Jaegerbomb zu 78,40 Prozent geritten war. Nun hieß es noch abwarten, was Isabell Werth und Wendy de Fontaine heute ins Viereck bringen würden. Für die beiden waren wieder einmal die Einerwechsel der Knackpunkt. Mit Fehlern in diesen gab es trotz der ansonsten tollen Runde 80,10 Prozent. Damit zwar auch ein neues Personal Best für die Werth und Wendy, jedoch reichte es nicht mehr, um Verboomen und Zonik Plus zu schlagen. Dies bedeutete für sie einen überragenden Sieg - den ersten überhaupt für Belgien auf dem Aachener Dressurviereck. Die Freude war ihm und seinem Team anzusehen, auch wenn Verboomen verriet, dass es noch nicht ganz gelungen sei die Trainingsform von zu Hause auch so wiederzugeben: „Noch nicht ganz. Aber eines Tages werden Sie es sehen!“, verriet er für die Zukunft. Werth nahm den zweiten Platz sportlich und freute sich über den Reiz des Wettbewerbs: „Es war großartiger Sport und die Konkurrenz gibt die Würze. Das ist der Grund, warum ich immer noch hier bin.“

Anschließend entschied sich in einer Intermediaire I die zweite Wertung der 1*-Tour. In dieser siegte Dinja Van Liere (Niederlande) mit KWPN Hengst Mauro Turfhorst. Mit 75,29 Prozent hatte sie knapp zwei Punkte Vorsprung zum zweitplatzierten Frederic Wandres. Dieser konnte mit Quizmaster erneut eine schöne Vorstellung zeigen, wenn auch diese nicht ganz zum Sieg reichte. Für Life Time FRH und Charlott-Maria Schürmann gab es den dritten Platz (73,64 Prozent). Am Abend folgte unter Flutlicht die Kür der CDI4*-Tour. Zum Sieg reiten konnte Semmieke Rothenberger mit ihre Farrington. Mit einem deutlichen Gewinner-Ergebnis von 79,98 Prozent. Platz zwei ging an den Spanier Borja Carrascosa mit Sir Hubert NRW (77,89 Prozent). Fabienne Müller-Lütkemeier folgte knapp dahinter mit Valencia AS. 

Nele Marie Hörster (Redakteurin)

Studierte Betriebswirtin und ausgebildete Pferdewirtin mit Fachschwerpunkt Pferdehaltung und -service. Unterwegs mit Know How zu Social Media und einem großen Interesse an eigentlich allem, was den Pferdesport ausmacht – insbesondere aber an Dressurausbildung und -sport. Im Sattel aktuell primär in der Jungpferdeausbildung aktiv und bisher auf Turnieren bis Klasse L* erfolgreich.

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