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von Claus Schridde am Montag, 04.08.2025 um 20:19

Herwart von der Decken-Schau

Siegerinnen von Untouchable und Jovian

. In der prestigeträchtigen Familienkonkurrenz stand am Ende die Familie der Hann.Pr.St. Coco M v. Comte-Escudo II (Z. u. Ausst.: Peter Mahler, Neuhaus/Oste) ganz vorne und damit erstmals eine springbetont gezogene Familie.  /  © Bischoff

Insgesamt 78 Prämienanwärterinnen hatten über die regionalen Stutenschauen im Zuchtgebiet Hannover die Zulassung zur diesjährigen Herwart-von-der-Decken-Schau in Verden geschafft. Diese teilten sich auf in 15 springbetont gezogene Stuten (davon 13 dreijährige, zwei vierjährige) und 63 dressurbetont gezogene Exemplare (52 dreijährige, elf vierjährige), die auf jeweils höchstem Niveau einen guten Querschnitt durch die Aktivitäten der Hannoveraner Züchter repräsentierten.

Höhepunkt der Herwart von der Decken-Schau war der Familienwettbewerb, der nur alle vier Jahre ausgetragen wird, in der aktuellen Auflage gerichtet durch Dr. Norbert Camp, den Vorsitzenden des Trakehner Verbandes, Celles Landstallmeister Dr. Axel Brockmann und die stellvertretende Zuchtleiterin des Hannoveraner Verbandes, Maren Schlender.  Zum ersten Mal war es eine Familie mit Springpferdepedigree, die ausgezeichnet wurde. Hann. Pr. St. Coco M (v. Comte-Escudo II-Wendekreis-Duktus-Marcio xx-Athos, Hann. Stamm 702/Lamm, Z. u. Ausst.: Peter Mahler, Neuhaus/Oste) siegte mit ihren beiden braunen Grey Top-Töchtern Hann. Pr. A. Golden Hour M und Hann. Pr. A. Golden Moment M. Fast auf den Tag genau vor zehn Jahren wurde die Dunkelfuchsstute Coco M in Verden als Siegerstute Springen gefeiert. Reserve-Siegerfamilie wurde die Familie der Fuchsstute St.Pr.St. Fantastica (v. Fürst Nymphenburg I-Wolkentanz I-Warkant-Garibaldi I-Partisan, Hann. Stamm 655/Blenna, Z. Koelmann GbR, Bad Bentheim, Ausst.: Anneli Brunkhorst, Hollenstedt), die sich mit ihren beiden Töchtern Hann. Pr. St. Brasilia (v. Bon Coeur) und Hann. Pr. A. Soleil d’Amour (v. Secret) präsentierte. „Die Tradition der Familienwettbewerbe muss aufrecht erhalten werden. Die Stuten sind das Wertvollste in der Zucht“, sagte Gastrichter Dr. Norbert Camp in seiner Zusammenfassung des Geschehens.

Den Titel der Springsiegerin erhielt die Hann.Pr.A. Unica von Untouchable-Quintender (Z. u. Ausst.: Marlies und Dirk Visscher, Leer) zugesprochen.  /  © Bischoff

Die angetretenen 14 Springstuten wurden Hergen Forkert, Ulrich Hahne und dem niederländischen Hengsthalter Wiebe Yde van de Lageweg beurteilt. Nach dem spektakulären Freispringen unter freiem Himmel führte Hann.Pr.A. Unica (v. Untouchable-Quintender-Chasseur I-Grand Ferdinand II-Matrose-Servus-Marcio xx, Hann. Stamm 1256/Sabimara, Z. u. Ausst.: Marlies und Dirk Visscher, Leer) das Feld an. Sie beeindruckte durch leichtfüßiges und modernes Springen. Reservesiegerin wurde Hann.Pr.A. Ballouccina (v. Baloutaire PS-Calido I-Le Primeur-Calypso II-Werther-Graphit-Aktonär I, Hann. Stamm 446/Gudruda, Z. u. B.: Anneli Brunckhorst, Hollenstedt), und das nur einen Tag, nachdem deren Halbschwester Hann.Pr.A. Copa Cabana (v. Comme il faut NRW) in Elmlohe Hannoveraner Championesse der fünfjährigen Springpferde geworden war. „Die Hannoveraner Springpferdezucht ist interessanter, die Pferde moderner geworden“, lobte Wiebe Yde van de Lageweg.

Die Siegerstute Dressur, Joyride von Jovian (r.) nimmt Tuchfühlung auf mit der Reservesiegerin Embella Rose von Escolar (l.)  /  © Bischoff

Bei den Dressurstuten gingen 54 der 63 genannten Stuten an den Start. Zum Richtertrio gehörten neben Arend Garrn und Zuchtleiter Ulrich Hahne der niederländische Hengsthalter und Dressurexperte Gertjan van Olst. Auf dem hochkarätig besetzten Endring war die Entscheidung spannend; das Publikum war schon während der Qualifikationsringe „on fire“ und spendete mehrfach spontan Szenenapplaus. Die braune Joyride (v. Jovian-San Amour I-Fürst Heinrich-De Niro-Grannox-Wladimir, Hann. Stamm 1294/Japanerin, Z. u. Ausst.: Heinrich Gießelmann, Barver) begeisterte Richter und Publikum gleichermaßen. Sie erhielt die begehrte weiß-gelbe Schärpe der Siegerstute Dressur. Damit übertrumpfte sie ihre Mutter Suri, die 2016 an gleicher Stelle Reserve-Siegerstute wurde. Diesen Titel holte sich in diesem Jahr Hann.Pr.A. Embella Rose (v. Escolar-Rubin-Royal-Weltmeyer-Lungau-Nomade-Abhang I, Hann. Stamm 478/Ambella, Z. und Ausst.: Johannes zur Lage, Bersenbrück), die neben spektakulären Bewegungen auch über ein makelloses Exterieur verfügt. „Die Gesamtqualität der Dressurstuten war sehr gut, aber das ist keine Überraschung. Die Stuten waren sehr modern und konnten sich gut bewegen“, sagte Gertjan van Olst.

Claus Schridde (Redaktion)

Zuchtexperte, Fachjournalist, Züchter und Pferdemann durch und durch, mit schier unendlichem hippologischem Fachwissen bereichert er jede ZÜCHTERFORUM-Ausgabe, auch als Richter und „Mikrofon-Stimme“ bestens in der Szene bekannt.

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