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von Tobias Hemken am Samstag, 29.11.2025 um 21:20

Hannoveraner Prämienhengste gekürt

Prämienhengst und Auktionsspitze v. Aganix du Seigneur Z.  /  © Bischoff

Die Hannoveraner Körkommission um Ulrich Hahne, Franz Bormann, Dieter Smitz, Hergen Forkert und Hans-Jörn Ottens körte 29 der 52 vorgestellten Springhengste, fünf wurden mit einer Prämie ausgezeichnet.

Prämienhengst und zugleich Auktionsspitze wurde der sprunggewaltige Fuchshengst v. Aganix du Seigneur Z-Cascavello-Colman-Barnaul xx aus dem Holsteiner Stamm 703. Gezüchtet von Rafal Krajewski, Polen, und ausgestellt von der Besitzergemeinschaft Ralf Ferri und Rafal Krajewski, Winsen, erinnerte der frisch gekürte Prämienhengst strak an seinen berühmten Vater. Beim Freispringen überzeugte er mit viel Übersicht, guter Manier und einer bemerkenswerten Leichtigkeit in allen Aufgaben. Aus derselben Mutterlinie stammt unter anderem der Vererber Carinjo, der unter Patrice Delaveau, FRA, bis 1,60 m siegreich war. In der anschließenden Auktion erzielte der Fuchshengst den Spitzenpreis von 125.000 Euro und wechselte in den Besitz des belgischen Topreiters Niels Bruynseels.

Zur zweiten Preisspitze avancierte der Prämienhengst v. Chacco-Blue-Nabab de Reve-Lord Z-Carthago aus der Zucht von Caterina Schulz-Beelitz, Behrensdorf, und ausgestellt von Hauke Heinrich, Lensahn. Beim Freispringen überzeugte er mit Power und Vermögen. In der Auktion wechselte der talentierte Hengst für 102.000 Euro nach Irland.

Ebenfalls prämiert wurde der Diarado-Sohn aus einer Mutter von Chacoon Blue-Contender-Grundstein aus der Zucht von Paul Bergen, Wagenfeld, und ausgestellt von Carola Grotheer, Worpswede. Der junge Hengst erinnerte in Typ und Ausdruck stark an seinen Vater Diarado. Beim Freispringen zeigte er sich modern, elastisch und vermögend. In der Auktion sicherten sich Käufer aus den USA den Prämienhengst für 95.000 Euro.

Zum Prämienhengst wurde auch ein Sohn des Baloutaire PS gekürt: der Schwarzbraune aus einer Mutter von Van Helsing-Carismo-Prinz Gaylord. Aus diesem Mutterstamm stammen zahlreiche erfolgreiche Springpferde bis zur Klasse 1,60 m. Züchter sind Bernhard und Helmut Jasken, Haren, ausgestellt wurde der Hengst von IB Berger, Sulzbach-Rosenberg. Der großrahmige, noch etwas jugendlich wirkende Junghengst überzeugte beim Freispringen mit Vermögen und Abdruck. Auf der Auktion wurde er für 33.000 Euro nach Tschechien zugeschlagen.

Der vermögende, schön aufgemachte Sohn des Valensky-Stolzenberg-Contendro I-Raphael wurde ebenfalls mit einer Prämie ausgezeichnet. Der Hengst stammt aus der Zucht von Peter Wisch, Ottendorf. In der anschließenden Auktion erzielte der Hengst 28.000 Euro.

Der Durchschnittspreis der 26 gekörten Hengste lag bei 37.981 Euro. Für die 21 nicht gekörten Hengste mussten durchschnittlich 23.071 Euro angelegt werden.

Die gesamten Auktionsergebnisse finden Sie hier.

Hier finden Sie die Körergebnisse.

Einen ausführlichen Bericht mit Statements, Hintergrundinformationen sowie Fotos aller Prämienhengste finden Sie im kommenden Magazin des ZÜCHTERFORUMs.

Tobias Hemken (Redakteur)

Seine Leidenschaft für Pferdezucht, Reitsport und die Partnerschaft mit dem Pferd prägen seinen Werdegang. Nach dem Studium des Equine Business Managements in den Niederlanden war er fast zehn Jahre als Redakteur im Bereich Pferdezucht tätig. In dieser Zeit entdeckte er nicht nur seine Begeisterung für Abstammungen und Pedigrees, sondern auch seine kreative Ader. Seit seinem zehnten Lebensjahr sitzt er im Springsattel und hat sich mittlerweile auch eine eigene kleine Zucht aufgebaut. Im Mittelpunkt steht für ihn dabei stets das Pferd als treuer Partner und sportlicher Begleiter.

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