35. Mecklenburger Körtage 2025
Schleifenregen in Redefin
Mit der Pflastermusterung vor der Reithalle des Landgestüts Redefin waren am Freitagmorgen die 35. Mecklenburger Körtage in das Programm für die Körung der dressur- und springbetonten Reitpferde gestartet. Nach zweimaligem Freilaufen für die Dressurhengste und dem ergänzenden Freispringen für die Springkandidaten standen am Samstag dann die Kör- und Prämien-Lote fest. Longiert wird in Redefin nicht und auch das Programm wurde leicht modifiziert. Bereits mittags wurde das dressurbetonte Prämien-Lot präsentiert, während der Nachmittag ganz den Parcours-Spezialisten überlassen blieb. In der Körkommission gab es ebenfalls eine Änderung. Nach dem Ausscheiden von Hans-Heinrich Brüning als Körkommissar im vergangenen Jahr, ergänzte Dr. Thomas Nissen die Runde. Nach Jahrzehnten als Holsteiner Zuchtleiter, selektiert er nun im benachbarten Mecklenburg-Vorpommern die junge Garde der angehenden Väter. Ihm zur Seite standen in diesem Jahr Jörg Kotenbeutel, Thomas Kleis, Armin Spierling und Ronald Lüders. Kurzfristig erkrankt ausgefallen war Mecklenburgs Zuchtleiterin Karoline Gehring, der wir von dieser Stelle eine schnelle Genesung wünschen.
Von den angetretenen 35 Hengsten wurden bis auf acht Hengste am Ende alle gekört, was einer Quote von über 77 Prozent entspricht. Zwölf Hengste der dressurbetonten Gruppe erhielten eine Prämie. Zum Siegerhengst berief die Kommission den von Lothar Ackermann, Aurich, gezogenen, dunkelbraunen Oldenburger Sohn des Glamdale-Foundation. Der bewegungsstarke Hengst wurde von der Besitzergemeinschaft Paul Schockemöhle Pferdehaltung GmbH und Morningstar GmbH & Co KG der Familie Flock ausgestellt und konnte neben seinen Bewegungsqualitäten auch durch einen substanzvollen, harmonischen Körper und ansprechendem Typ punkten. Der Titel des ersten Reservesiegers ging an einen hannoversch registrierten Sohn des Dynamic Dream-Dancier, aus der Zucht von Carolin Kapp, Clüversborstel. Ausgestellt wurde der modern aufgemachte Braune von der Paul Schockemöhle Pferdehaltung GmbH. Als zweiter Reservesieger wurde der Sohn des Total Diamond PS-Fürst Wilhelm herausgestellt. Der ausgesprochen sympathische Fuchshengst stammt aus der Zucht von Volker Kückelhaus, Nachrodt-Wiblingwerde, und wurde ausgestellt von der Pferdezucht Kückelhaus. Die weiteren Prämienhengste hatten die Vererber Escanto (2x), Fynch Hatton, Fürst Toto, Mc Laren, Vitalis, Totilas, Thiago und Va Bene zum Vater.
Etwas geringer war die Kör-Quote (gut 70 Prozent) bei den angetretenen 24 springbetonten Hengsten. Hier wurden sieben Hengste nicht gekört, einer wurde von seinem Besitzer zurückgezogen. Wobei in Teilen des Publikums hin und wieder durchaus Verwunderung aufkam, welcher Hengst am Ende gekört und prämiert wurde, und welcher nicht.
Siegerhengst wurde der dunkelbraune Oldenburger, ein Sohn des Conthargos-Lordanos, aus der Zucht von Cinzia Beyer, Zizers, und ausgestellt von Esslin Sporthorses. Zum Reservesieger avancierte der zweite Sohn des Conthargos-Balou du Rouet, diesmal in Fuchsfarbe. Der von Christiaan van de Plasse, Niederlande, im Stutbuch Zangersheide gezogene Hengst wurde ausgestellt vom Zuchthof Tebbel. Der Titel des zweiten Reservesiegers ging an den Sohn des Chacoon Blue-Conthargos, gezogen im Gestüt Lewitz und ausgestellt von der PS Pferdehaltung GmbH.
Vom 7. bis 10. Dezember können Interessierte jetzt ihren ganz persönlichen Favoriten der Mecklenburger Körtage noch im Rahmen der anschließenden Online-Auktion hier ersteigern. Einen ausführlichen Bericht gibt es in der Ausgabe 1/2026 des ZÜCHTERFORUMs.