Oldenburger Verband: Geschäftsführerverhältnis beendet
Im März 2023 wurde der Geschäftsführer des Oldenburger Verbandes, Heiner Kanowski, von seinen Aufgaben freigestellt und beurlaubt. Als Begründung nannte der Verband damals bis dato unüberwindbare Differenzen sowie ein gestörtes Vertrauensverhältnis. In der Folge kam es zur Entlassung.
Heiner Kanowski ließ diese Entscheidung arbeitsrechtlich überprüfen und reichte Klage beim Arbeitsgericht Oldenburg ein. Bestandteil des Verfahrens war zudem eine Schadensersatzklage des Oldenburger Verbandes gegen den ehemaligen Geschäftsführer.
Am 17.01.2024 entschied das Arbeitsgericht in erster Instanz zugunsten Kanowskis: Die von ihm erhobene Feststellungsklage auf Wiedereinstellung wurde als begründet anerkannt. Die Schadensersatzklage des Verbandes wurde hingegen als unbegründet abgewiesen.
Fast drei Jahre nach der Freistellung lenkt der Verband nun ein. In einer aktuellen Pressemitteilung erklärt der Oldenburger Verband, dass sich die ursprünglich erhobenen Vorwürfe sowohl rechtlich als auch inhaltlich als unbegründet erwiesen hätten. Vorausgegangen war ein Prozessvergleich, der am heutigen 16.12.2025 vor dem Arbeitsgericht Oldenburg geschlossen wurde.
In der offiziellen Pressemitteilung des Oldenburger Verbandes heißt es:
Der Verband der Züchter des Oldenburger Pferdes e. V. (OL), der Springpferdezuchtverband Oldenburg-International e. V. (OS) und die Oldenburger Pferde-Vermarktungs GmbH sowie deren langjähriger Geschäftsführer Herr Heiner Kanowski werden künftig getrennte Wege gehen. Die Trennung erfolgt aufgrund unterschiedlicher Ansichten über die weitere Ausrichtung der Verbände im besten Einvernehmen nach 17 Jahren engagierter und herausragender Tätigkeit als Geschäftsführer. Die seitens des Vereins ursprünglich erhobenen Vorwürfe haben sich rechtlich und inhaltlich als unbegründet erwiesen.
Heiner Kanowski hat seit 2009 in einer sehr schwierigen, defizitären Phase die Verantwortung für die Geschäftsführung übernommen und in eine neue Richtung geführt. In dieser äußerst erfolgreichen Zeitspanne bis 2022 hat er in Übereinstimmung mit dem Präsidenten Wilhelm Weerda, dessen Stellvertreter Bodo Willms und den Vorstandsmitgliedern u.a. Egon Wichmann ein leistungsstarkes und engagiertes Mitarbeiterteam aufgebaut. Die „große Oldenburger Familie“, wie die Mannschaft aus Ehren- und Hauptamt von vielen anerkennend bezeichnet worden ist, hat dazu beigetragen, dass die Oldenburger Mitglieder-, Stuten- und Fohlenzahlen kontinuierlich gestiegen sind, während sie in der deutschen Reitpferdezucht zeitgleich um mehr als 20 Prozent zurückgingen. In dieser Zeit haben die Verbände und ihre Vermarktungs GmbH Jahr für Jahr einen sechsstelligen Eurobetrag als Gewinn erwirtschaften und hohe Rücklagen für zukünftige Herausforderungen aufbauen können.
Mit großem persönlichem Engagement hat Herr Kanowski die Interessen der Verbände vertreten. Wir möchten ihm für seine langjährige Arbeit danken und wünschen ihm für den neuen Lebensabschnitt alles erdenklich Gute.