Frankfurt: Top-Stimmung im Siegerpreis
Bianca Nowag-Aulenbrock und Vaida-Girl OLD führen den Siegerpreis beim Frankfurter Festhallen Reitturnier an.
Vertrauen macht’s aus
Zu den Klängen von „All I want for christmas is you“ beendete Bianca Nowag-Aulenbrock mit der achtjährigen Vitalis-Tochter (v. Vitalis-Stedinger, Z.: J. j. Blonk) die S*-Kür und die Halle bebte. Der Siegerpreis des Nürnberger Burgpokals ist eine S*-Kür nach freiem Ermessen und mit einer wahrlichen Besonderheit: das Publikum darf während der Kür klatschen und jubeln, also die Starterpaare „anfeuern“. Ja, das ist ein echter Stimmungsgarant, aber stellt die jungen (und unerfahrenen) Pferde vor eine große Herausforderung. Alle drei Pferde im Siegerpreis machten erst einmal große Augen, wobei sich besonders bei Vaida-Girl in Sekundenschnelle eine bemerkenswerte Veränderung verdeutlichte oder, wie es die Richter Alice Schwab, Katrina Wüst und Dr. Evi Eisenhardt auf den Punkt brachten: „Hier hat man gesehen, was Vertrauen bewirken kann!“ Die Stute nahm ihr Herz in die Hand, kämpfte und verzauberte mit einer fehlerfreien und technisch anspruchsvollen Kür, was verdient mit einer 9,7 belohnt wurde. Das bedeutete den Sieg vor der Drittplatzierten aus dem Finale, Kira Laura Soddemann mit Borghese MT NRW (v. Baccardi-Laureus, Z.: August Exeler), die als erstes Starterpaar die Messlatte mit einer 9,5 hochlegten. Abstriche mussten durch Fehler in den Viererwechseln gemacht werden. Die Wiederholung klappte. Der Finalsieger, Life Time FRH unter dem Sattel von Charlott-Maria Schürmann, verlor durch Spannung, besonders in der Schritttour, Punkte und beendete die Kür auf Rang drei (8,0).