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von Mona-Sophie Wieland am Freitag, 23.01.2026 um 14:06

Amsterdam: Glamourdale setzt sich im Kopf-an-Kopf-Rennen durch

Charlotte Fry und Glamourdale setzten sich im Grand Prix von Amsterdam durch.  /  © Lafrentz

Nachdem bei den CHI Classics in Basel das Weltcup-Geschehen seinen Jahresauftakt gefeiert hatte, macht die beliebte „Hallen-Serie“ an diesem Wochenende in Amsterdam Halt. Bei den Dressurreitern stand am Freitagvormittag bereits der Grand Prix an, wobei sich Glamourdale und Charlotte Fry erneut in Topform präsentierten.

Glamourdale gibt den Ton an

Bereits die Starterliste weckte eine ordentliche Vorfreude auf den Grand Prix der siebten Weltcup-Etappe. So treffen in Amsterdam die noch amtierenden Weltmeister, Charlotte Fry mit Glamourdale, auf die frischgebackene Bronzemedaillengewinnerin der vergangenen Europameisterschaften, Isabell Werth mit Wendy de Fontaine. Hinzu kommen führende Dressurpaare, wie beispielsweise Becky Moody mit Jagerbomb oder Patrik Kittel mit Touchdown. Auch Charlotte Dujardin ist mit Alive and Kicking dabei. Ein starkes Starterfeld also und erneut setzte Charlotte Fry mit dem 15-jährigen KWPN-Hengst Glamourdale (v. Lord Leatherdale-Negro, Z.: J. W. Rodenburg) Ausrufezeichen. Nach dem Sieg im Weltcupfinale 2025 folgte für Charlotte Fry und Glamourdale bei den Europameisterschaften in Crozet ein Einbruch. Glamourdale zeigte sich unzufrieden, die Piaffen gelangen mit Widerstand, und auch im Galopp häuften sich die Fehler. Schon bei der London International Horse Show hatten sich die beiden fast schon in der Form ihres Lebens präsentiert und mit zwei überlegenen Siegen große Ausrufezeichen gesetzt. An diese Form knüpften sie nun in Amsterdam an. Erneut präsentierte sich der Lord Leatherdale-Sohn viel geschlossener, im Genick nachgiebiger und aus dem Hinterbein energischer abfußend. So brillierten die Weltmeister von 2022 besonders in den Serienwechseln, einer lehrbuchhaften Zickzack-Traversale im Galopp, den Verstärkungen sowie locker kreuzenden Trabtraversalen. Auch die Galopppirouetten zeigten sich besser zentriert, wenn auch noch nicht mit dem letzten optimalen Durchsprung vor dem inneren Bein. Die Piaff-Passage-Tour zeigte sich ebenso verbessert. Hier können die beiden aber nicht mit der ausdrucksstarken und gleichmäßigen Piaff-Passage-Tour von Isabell Werth und Wendy de Fontaine mithalten. Am Ende standen glatt 80 Prozent auf der Anzeigetafel, was den Sieg bedeutete.

Apropos Isabell Werth: Die Dressurqueen setzte in Amsterdam noch einmal ihre EM-Partnerin, die Sezuan-Tochter Wendy de Fontaine (v. Sezuan-Blue Hors Soprano, Z.: Kurt Gosmer), ein. Die beiden begannen mit einer starken Trabtour, wobei die Piaff-Passage-Tour einmal mehr hervorzuheben ist. Im Galopp fand die zwölfjährige Stute auch heute nicht zur letzten Losgelassenheit. Die Serienwechsel gelangen zwar, aber nicht mit optimal losgelassenem Durchsprung. Nachdem die beiden in der Trabtour noch vor Charlotte Fry und Glamourdale gelegen hatten, ließen sie in der Galopptour wertvolle Punkte liegen. So mussten sie sich schlussendlich mit 79,1 Prozent haarscharf geschlagen geben. Man kann auch sagen: Heute war dem englischen Duo einfach die etwas komplettere Prüfung gelungen.

Platz drei ging ebenso nach England, genauer gesagt sicherten sich die Aufsteiger des Jahres, Becky Moody und ihr sympathischer Jagerbomb (v. Dante Weltino-Jazz, Z. Becky Moody) mit 77,2 Prozent Platz drei. Marieke van der Putten mit Zantana RS2 OLD N.O.P. (v. Zonik-Sir Donnerhall, Z. Gestüt Lewitz) und Charlotte Dujardin mit Alive and Kicking (v. All at once-Fürst Piccolo, Z.: Michael Schulte) komplettierten die Top5. Morgen geht es in der Grand Prix Kür um wertvolle Weltcup-Punkte.

Mona-Sophie Wieland (Redaktionsleitung)

Absolventin des Master-Studiengangs Medien- und Kommunikationsmanagement, unsere Expertin für online und Social Media. Ihr Herz schlägt für Ausbildungs- und Turniersportthemen. Selbst bis zur Klasse S erfolgreich. Seit 2023 agiert sie als Redaktionsleitung.

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